Flüchtlinge in Cappenberg haben jetzt einen Raum

Fotostrecke und Audio

Es ist eine Erleichterung für Flüchtlinge und Helfer: In der Cappenberger Flüchtlingsunterkunft Am Kohuesholz gibt es nun eine Wohnung, die als Gemeinschaftsraum dient. Sie ist nur wenige Quadratmeter groß – aber trotzdem eine große Hilfe. Hier gibt es Fotos und ein kurzes Video.

CAPPENBERG

, 28.09.2016, 05:49 Uhr / Lesedauer: 2 min
Flüchtlinge in Cappenberg haben jetzt einen Raum

In einem der zwei Zimmer des neuen Gemeinschaftsraums: Platz zum Treffen, Lernen, Reden und Entspannen.

Am Samstag wurde der Gemeinschaftsraum offiziell mit einem Sommerfest im Garten eingeweiht. Der neue Raum selbst – auch wenn er genau genommen aus zwei kleinen Zimmern und einer Küche besteht, also einer kompletten kleinen Wohnung – hätte gar nicht alle rund 40 Gäste aufnehmen können.

Bislang hatte der Deutschunterricht durch die vier ehrenamtlichen Lehrer des Vereins „Hand in Hand“ – Beate Mens mit Sabine Nordhaus, Rita Rinschede und Reinhild Kim – im fast drei Kilometer entfernten Bischof-Vieter-Heim stattgefunden. Seit einigen Wochen erfolgt er im Erdgeschoss der Unterkunft Am Kohuesholz. „Hier ist das für uns alle viel besser“, sagte Ghulam Ahmadzai, einer der Bewohner.

Gemeinsame Freizeit und intensivere Kontakte

Nicht nur das Lernen, sondern auch die gemeinsame Freizeit fördere der Raum. „Wir können uns hier zum Beispiel einen Film ansehen oder Fußball“, sagt der junge Mann aus Afghanistan. Wer auf engstem Raum mit Fremden zusammenlebt, genieße es zudem, ihnen auch einfach ’mal aus dem Weg gehen zu können, ergänzt Holger Langer.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Einweihung des Gemeinschaftsraums in der Cappenberger Flüchtlingsunterkunft

26.09.2016
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Diese Geschwister haben Spaß.© Sylvia vom Hofe
Holger Langer begrüßt die Gäste.© Sylvia vom Hofe
Holger Langer sagt, warum der Raum so wichtig ist.© Sylvia vom Hofe
Gute Stimmung bei Groß und Klein.© Sylvia vom Hofe
Auch Bürgermeister Mario Löhr (vorne) war unter den Besuchern.© Sylvia vom Hofe
Leckeres vom Grill gab es.© Sylvia vom Hofe
Zahlreiche Gäste hatten sich eingefunden.© Sylvia vom Hofe
In eine der zwei Zimmer des neuen Gemeinschaftsraums.: Platz zum Treffen, Lernen, Reden und Entspannen.© Sylvia vom Hofe
Malen war ein beliebtes Angebot.© Sylvia vom Hofe
Das neue Logo des Vereins Hand in Hand. Hassan Barakat aus Aleppo hat es am Samstag während des Fests gemalt.© Sylvia vom Hofe
Geschwister, denen der Trubel gefällt.© Sylvia vom Hofe
Waffeln waren der Renner.© Sylvia vom Hofe
Rund 40 Besucher waren beim Fest.© Sylvia vom Hofe
Kebab schmeckt.© Sylvia vom Hofe
Viele Begegnungen waren möglich.© Sylvia vom Hofe
Familienanschluss inklusive.© Sylvia vom Hofe
Die Kinder hatten viel Spaß.© Sylvia vom Hofe
Schlagworte Selm

„Die Kontakte sind hier viel intensiver“, so Langer. „Unsere Angebote profitieren davon.“ Allen voran: das alle 14 Tage stattfindende Café „Eine Welt“. Jeweils dienstags (das nächste Mal am 4. Oktober) um 16 Uhr lädt der Verein zum Gespräch bei Kaffee und Kuchen ein – inzwischen im neuen Raum.

Die Stadt Selm hat den Gemeinschaftsraum zur Verfügung gestellt, „nachdem wir ihn schon penetrant immer wieder gefordert hatten“, so Langer. Dass aus dem Verzicht auf eine kleine Wohnung ein großer Gewinn von Aufenthalts- und Betreuungsqualität resultiere, zeigten er und die anderen Vereinsmitglieder Selms Bürgermeister Mario Löhr am Samstagnachmittag vor Ort. Das nächste Ziel hat der Verein schon im Blick: die Schaffung eines Internetzugangs sowohl für den PC im Gemeinschaftsraum als auch für die Smartphones der Bewohner. „Wir hoffen, in wenigen Wochen den Anschluss zu bekommen“, so Langer.   

Über den Verein "Hand in Hand"
  • "Hand in Hand“, der Cappenberger Verein für Flüchtlingshilfe, ist ein gemeinnütziger, eingetragener Verein.
  • Kontakt: Der Verein ist unter Tel. (0 23 06) 9 59 62 59 (AB) erreichbar.
  • Spendenkonto
    Volksbank Selm-Bork eG/Volksbank Altlünen eG
    IBAN: DE84 4016 5366 6103 4538 00

Die Einweihungsrede von Holger Langer hören Sie hier

Warum der Raum so wichtig ist, hat Hand-in-Hand-Vorsitzender Holger Langer in seiner Ansprache deutlich gemacht und dabei überraschend viele Gründe genannt.  

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