Flüchtlinge in Selm: So können Sie helfen

Fragen und Antworten

970 Flüchtlinge leben jetzt in der Zeltstadt in Bork. Viele Selmer wollen ihnen helfen. Die Helfer berichten von vielen Anfragen. Doch viele Angebote befinden sich gerade noch im Aufbau. Wir fassen in Fragen und Antworten zusammen, welche Hilfsangebote es gibt und wo man wie mitmachen kann.

SELM

08.09.2015, 16:39 Uhr / Lesedauer: 2 min
Flüchtlinge in Selm: So können Sie helfen

Das ist der Runde Tisch, an dem die Einrichtungen, Verbände und Vereine zusammenarbeiten.

Wie groß ist die Hilfsbereitschaft der Selmer?

Groß, hört man von den Mitarbeitern der Stadt. Wolfgang Strickstrock, Leiter des Sozialamtes, richtete beim Sozialausschuss am Mittwoch (5.9.) ein großes Dankeschön an alle, die sich engagieren, und dankte für die umfangreiche Spendenbereitschaft.

Täglich erreichen die bei der Stadtverwaltung eingerichtete Hotline dutzende Anrufe. So haben sich laut Pressesprecher Malte Woesmann unter anderem über 30 ehrenamtliche Helfer gemeldet, die bei der in Kürze geöffneten Kleiderkammer für die Zeltstadt mitarbeiten möchten. In den nächsten Wochen will das Rote Kreuz auch einen Ehrenamtskoordinator einstellen, der Hilfsangebote für die Zeltstadt koordiniert.

Wann öffnet die Kleiderkammer?

Die Kleiderkammer für die Zeltstadt wird in dem ehemaligen Supermarkt (Coop) am Borker Marktplatz eingerichtet. Dort werden rund 750 Quadratmeter Fläche plus Nebenräume als Lager zur Verfügung stehen, sagte Strickstrock. Zurzeit laufen die letzten Arbeiten. Geplanter Start für die Kleiderkammer ist laut Stadtsprecher Malte Woesmann voraussichtlich Montag, 14. September.

Kann ich bei der Kleiderkammer helfen?

Bei der Infoveranstaltung am Montagabend (7.9.) wurde bekanntgegeben, dass ein Händler aus Unna für die Kammer Regale, Kleiderständer und Sortiertische zur Verfügung stellt. Am Mittwoch (9.9) treffen sich Helfer um 12 Uhr am Gebäude zum Aufbau. Jede helfende Hand ist willkommen. 

In den kommenden Tagen gilt es dann die vom Arbeitskreis Asyl Selm im Haus Knipping gesammelten Spenden umzulagern, zu sortieren und einzuräumen. Bei der Infoveranstaltung am Montag verteilte die Stadtverwaltung Listen. Hier trugen sich Menschen ein, die in der Kleiderkammer beim Annehmen, beim Sortieren und beim Ausgeben der gespendeten Kleidung helfen möchten. Diese Liste wird aktuell mit der Liste zusammengetragen, die der Selmer Arbeitskreis Asyl vorher schon angelegt hatte.

Geplant ist, dass in der Zeltstadt für jeden Flüchtling ermittelt wird, welche Kleidungsstücke er braucht. Die so entstehenden individuellen Listen werden dann an die Kleiderkammer übermittelt. Dort werden dann je nach Bedarf 1000 unterschiedliche Tüten für die Flüchtlingepackt und in die Zeltstadt gebracht.

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Was benötigen die Flüchtlinge in der Zeltstadt?

Benötigt werden laut Stadt:

  • Saisonale Alltagsbekleidung
  • Warme Jacken
  • Kleidung, überwiegend bis maximal Größe L
  • Schuhe für Damen, Herren und Kinder
  • Baby-, Kinderbekleidung
  • Buggys und Kinderwagen
  • Koffer und Taschen
  • Badeschuhe
  • eine Anlieferung der Spenden in Umzugskartons, die wieder verwendet werden können, wäre praktisch
  • Stofftiere (gereinigt und desinfiziert)
  • Spielzeug (sprachneutral)

Einige Spenden können die Flüchtlinge in der Zeltstadt nicht gebrauchen. Was wird nicht gesammelt?

Ausdrücklich nicht gesammelt werden für die Zeltstadt:

  • Kindermöbel/Möbel,
  • Hygieneartikel,
  • Bettwäsche,
  • Lebensmittel,
  • Bücher

Die Flüchtlinge in der Zeltstadt sind dort nur für kurze Zeit untergebracht. In Selm leben aber auch noch andere Asylbewerber. Brauchen Sie auch Spenden?

Ja. Möbel, Bücher oder Bettwäsche suchen die Arbeitskreise Asyl nach Angaben der Verwaltung für die längere Zeit in Selm, Bork und Cappenberg lebenden Asylbewerber. Der Arbeitskreis Asyl Bork kann diese in Kürze wieder entgegennehmen, wenn ein weiteres Lager am Marktplatz geöffnet ist. Der Arbeitskreis Asyl Selm nimmt auch Fahrräder.

Wie kann ich sonst noch helfen?

Einfach andere Helfer ansprechen: Für die drei Arbeitskreise Asyl sind Monika Heitmann (Bork), Manfred Uckat (Selm) und Holger Langer (Cappenberg) gute Ansprechpartner. Bei Facebook organisiert sich viel Hilfe über eine Gruppe namens „Schicksalshelfer...Flüchtlingshelfer“, wo Figan Ucar-Macit sich sehr engagiert.

Auf der Homepage der Stadt steht unter „Aktuelles“ eine Übersicht, in der alle wichtigen Punkte zu Spenden für Zeltstadt und Arbeitskreise aufgelistet sind.

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