Flüchtlinge könnten auf LAFP-Gelände unterkommen

Zelte für bis zu 1000 Menschen

Bis zu 1000 Flüchtlinge könnten kurzfristig auf dem Gelände des Landesamtes für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei (LAFP) Nordrhein-Westfalen in Bork untergebracht werden. Entsprechende Pläne haben Bezirksregierung Arnsberg, Polizei und Stadt Selm am Freitag gegenüber der Redaktion bestätigt.

BORK

, 31.07.2015, 15:54 Uhr / Lesedauer: 2 min
Auf dem Gelände des LAFP in Bork könnten bis zu 1000 Flüchtlinge unterkommen. Und zwar in Großzelten. Entsprechende Überlegungen hat die Bezirksregierung Arnsberg bestätigt.

Auf dem Gelände des LAFP in Bork könnten bis zu 1000 Flüchtlinge unterkommen. Und zwar in Großzelten. Entsprechende Überlegungen hat die Bezirksregierung Arnsberg bestätigt.

Was ist geplant? Laut Christoph Söbbeler, Pressesprecher der Bezirksregierung Arnsberg, hat das Land NRW eine Reihe von Standorten ins Visier genommen, um des Flüchtlingsstroms Herr zu werden. „Das Gelände des LAFP in Bork ist eine der Optionen.“ Sollte das Borker Gelände ausgewählt werden, sollen bis zu 1000 Flüchtlinge nach der Erstaufnahme und Erstregistrierung dort in klimatisierten Großzelten unterkommen. Und zwar, bis sie ihren Asylantrag beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gestellt haben. Anschließend werden sie nach einem Verteilungsschlüssel den Kommunen zugewiesen.

Wann ist mit einer Entscheidung zu rechnen? „Im Laufe der kommenden Woche.“ Das schätzt Christoph Söbbeler. Die Flüchtlinge müssen kurzfristig, laut Söbbeler innerhalb einiger Wochen, untergebracht werden. Wie lange eine Lösung auf dem LAFP-Gelände greifen werde, konnte er nicht sagen.

Was sagt die Polizei?  „Angesichts der großen Not und des Schutzbedürfnisses der Flüchtlinge ist es ein selbstverständlicher Akt der Menschlichkeit, Hilfe zu leisten“, erklärte der Direktor des LAFP NRW, Michael Frücht, gegenüber unserer Redaktion. Eine der Optionen, wo die klimatisierten Großzelte auf dem LAFP-Areal aufgestellt werden könnten, sei der Parkplatz hinter dem LAFP-Hallenbad, bestätigte LAFP-Pressesprecher Victor Ocansey.

Was sagt die Stadt Selm? „Das Land hat mich von den Überlegungen in Kenntnis gesetzt“, sagte Selms Bürgermeister Mario Löhr auf Anfrage. Zwar hat die Stadt mit dem Unterbringungsprozedere nichts zu tun, weil das LAFP-Gelände im Landeseigentum steht. Gleichwohl werde er Bürgerveranstaltungen organisieren, in denen die Selmer über die Pläne informiert werden, falls das LAFP ausgewählt wird, erklärte Löhr. Vertreter der Bezirksregierung und der Polizei sollen den Bürgern dann Rede und Antwort stehen.

Unterdessen prüft die Stadt Selm auf Bitte des Landes, ob sie Flächen für Parkplätze für Polizeischüler zur Verfügung stellen kann. Für den Fall nämlich, dass der Parkplatz hinter dem LAFP-Hallenbad tatsächlich für Flüchtlingszelte genutzt wird. Löhr erklärte, die Stadt prüfe das Anliegen. Eine Möglichkeit für Parkplätze für Polizeischüler sein eine Wiese an der Zufahrt zur Straße Im Sundern.

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