Flüssigkeit aus Lkw-Ladung ist keine Gefahr für die Umwelt

Unfall im LaSiSe

Ein Lkw ist am Dienstag auf dem Gelände des Forschungs- und Technologiezentrums Ladungssicherung Selm umgekippt. Der Geschäftsführer André Bubenzer erklärt, wie es dazu kommen konnte.

Bork

, 10.10.2018, 11:57 Uhr / Lesedauer: 2 min
Flüssigkeit aus Lkw-Ladung ist keine Gefahr für die Umwelt

So sieht das Gelände des LaSiSe von oben aus. © Günther Goldstein

Bis zum Abend sei der Lkw, ein Unimog, wieder aufgerichtet und in eine Werkstatt gebracht worden, wie André Bubenzer, der Geschäftsführer des Forschungs- und Technologiezentrums Ladungssicherung Selm (LaSiSe), mitteilt. Bei dem Unfall hatte sich die Flüssigkeit, die der Unimog geladen hatte, in einen Teich entleert. „Bei der Flüssigkeit handelte es sich um eine Lösung aus Streusalz und Wasser“, erklärt André Bubenzer, der am Dienstag selbst als Trainer vor Ort war. „Die Lösung war nur leicht konzentriert.“

Dennoch waren neben der Feuerwehr auch das Ordnungsamt der Stadt Selm und die untere Wasserbehörde des Kreises Unna im Einsatz. Der Unimog musste wieder aufgerichtet werden und es galt zu klären, ob die Ladung gefährlich für die Umwelt sein könnte.

Teich steht unter Beobachtung

„Die Lösung hat sich mit dem Wasser aus dem Teich vermischt“, sagt André Bubenzer. Da der Teich aber keine Verbindung zu anderen Gewässern habe und die Konzentration der Lösung nun noch geringer sei, sehe die untere Wasserbehörde „umwelttechnisch keine Probleme“. Dennoch: Der Teich muss nun beobachtet werden. „Meine Aufgabe ist nun, zu schauen, ob sich etwas am Teich oder den Pflanzen drum herum verändert“, erzählt André Bubenzer. Sollte das der Fall sein, muss er es der unteren Wasserbehörde melden.

Aber wie konnte es überhaupt zu dem Unfall kommen? Auf dem Übungsplatz des LaSiSe werden regelmäßig alltägliche Verkehrssituationen simuliert, um Auto- und Kraftfahrer zu schulen. Immer dabei: ein Trainer, der auf einen reibungslosen Ablauf achtet und die Geschwindigkeit des Fahrzeuges vorgibt. Am Dienstag führte der Unimog-Fahrer gerade eine Ausweichübung aus, als es passierte.

Der Unimog hat die Gleitfläche verlassen

„Der Kraftfahrer sollte ein Wasserhindernis umfahren“, sagt André Bubenzer. „Obwohl die Geschwindigkeit angepasst war, ist er in eine instabile Fahrsituation gekommen.“ Unimogs seien sehr „kippempfindlich“. Als der Kraftfahrer von der Gleitfläche abkam und die Reifen wieder einen griffigen Untergrund, in diesem Fall Asphalt, hatten, sei das Fahrzeug auf die Beifahrerseite gekippt.

„Wir sind froh, dass dem Fahrer nichts Schlimmeres passiert ist“, sagt André Bubenzer. Weder er noch der Fahrer seien Schuld an dem Unfall. „So etwas kann leider passieren. Wir möchten nicht, dass es passiert, aber es ist möglich.“

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