Frost hat die Straßen gesprengt

Schlagloch-Alarm

So langsam bahnt sich die Sonne immer mehr den Weg, tagsüber klettern die Temperaturen fast beständig über den Gefrierpunkt. Der Schnee verschwindet langsam aber sicher - und immer mehr Schlaglöcher treten zu Tage.

SELM

von Von Malte Woesmann

, 04.01.2011, 16:42 Uhr / Lesedauer: 1 min

Schon in den letzten Wochen häuften sich wieder die Fälle, in denen Schlaglöcher auf den Straßen das Autofahren zum Slalom verkommen ließ. „Wir haben schon ganz viele Löcher zugemacht, wenn der Schnee aber geschmolzen ist, dann sehen wir das ganze Ausmaß der Schäden“, sagt auch Baubetriebshofleiter Wilhelm Formann. Das Problem ist, dass tagsüber das Wasser in die bereits vorhandenen Löcher oder durch kleine Risse in die Fahrbahnen eindringt. Wenn es in der Nacht dann gefriert, dann platzt die Fahrbahndecke auf. So entstehen mit den Tagen riesige Kraterlandschaften. „Deshalb planen wir auch für die Zukunft, Straßen komplett zu sanieren“, kündigt Lothar Unrast an.

Das Flicken hat nach den Erfahrungen der beiden vergangenen Jahre nämlich nur wenig Erfolg. „Das ist nämlich nur ein Kampf gegen Windmühlen“, so Unrast weiter. Doch das Flicken wird in den nächsten Tagen erst einmal so weitergehen. „Erst wenn der Frost aus dem Boden raus ist, können wir richtig tätig werden“, so Formann. Wobei er selbst das Ausbessern für die schlechteste Variante hält. „Eigentlich müssten wir an vielen Stellen die Straße großflächig auffräsen und den Bereich sanieren“, erklärt Wilhelm Formann. Doch leider fehlt das Geld für die wirkliche Sanierung der Selmer Straßen. Hinzu kommt, dass zum Beispiel die Kreisstraße eine Bundesstraße ist und hier der Bund tätig werden müsste.

Und so wird es wahrscheinlich auch wie in den vergangenen Jahren wieder nur zur provisorischen Schadensbegrenzung kommen. Im nächsten harten Winter dann, wird das Problem von neuem anfangen. 

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