Fusion: Dortmund ist erste Wahl

Kirchenkreis Lünen

SELM / LÜNEN Die Überführung des Evangelischen Kirchenkreises Lünen, zu dem auch die evangelische Kirchengemeinde Selm gehört, in einen großen Verbund mit Dortmunder Kirchenkreisen ist eine der Hauptaufgaben, denen sich der neu gewählte Superintendent des Kirchenkreises Lünen, Winfried Moselewski, stellen wird.

von Von Dieter Hirsch

, 01.12.2009, 14:16 Uhr / Lesedauer: 1 min
Superintendent Winfried Moselewski und Horst Prenzel, bis zum 23. Januar amtierender Superintendent.

Superintendent Winfried Moselewski und Horst Prenzel, bis zum 23. Januar amtierender Superintendent.

"Wir brauchen eine Anbindung, die uns trotzdem unsere Eigenständigkeit und unser Profil gewährleistet und unsere Interessen wahrnimmt", so Moselewski. Die Landeskirche habe bereits signalisiert, dass es in acht Jahren - solange dauert die Amtszeit des Superintendenten - keine Neu- oder Wiederwahl geben werde. "Wir müssen uns also verheiraten." Und da sei Dortmund schon die erste Wahl. "Aber nicht um jeden Preis." Sollte keine angemessene Lösung zustande kommen, "wäre als Option auch denkbar, analog zur kommunalen Zugehörigkeit zum Kreis Unna mit dem Kirchenkreis Unna Gespräche über die Möglichkeiten einer Vereinigung zu führen", so der neue Superintendent, der am 23. Januar offiziell in sein neues Amt eingeführt wird.Zwei Versuche

In den vergangenen zwei Jahren hat es schon zwei Versuche gegeben, die Kirchenkreise in Lünen und Dortmund zu verschmelzen. Sie scheiterten beide an Bedenken aus Dortmunder Kreisen.

Das KIEZ des Kirchenkreises Lünen und das Reinoldi-Forum Dortmund standen bisher finanziell auf völlig unterschiedlichen Füßen. Nun sollen beide finanziell unter dem Dach des Verbandes geführt werden. "Sollte dies gelingen, wäre ein großes Hemmnis für die Zusammenführung überwunden", so Pfarrer Horst Prenzel, der bis zur Amtseinführung Moselewskis amtierender Superintendent ist.

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