Glasfaser: Pflaster in Bork wird wieder aufgerissen

Anwohner verärgert

Die Verlegung von Glasfaser in Bork verspricht vor allem eins: schnelleres Surfen. Doch was für die meisten ein Grund zur Freude wäre, nervt Anwohner der Netteberger Straße. Fast ein Jahr dauerten die Verlegungsarbeiten. Jetzt sind die Gruben wieder da. Der Grund: Bei den ersten Bauarbeiten wurden gar keine Kabel verlegt.

BORK

, 19.09.2017, 15:05 Uhr / Lesedauer: 2 min
Glasfaser: Pflaster in Bork wird wieder aufgerissen

Bork soll schnelles Internet bekommen. Dafür legt Westnetz gerade Glasfaserleitungen. Eine Baustelle gibt es deshalb unter anderem an der Nettebergerstraße auf Höhe der Luisenstraße.

Knapp ein Jahr hielt die Baustelle an der Netteberger Straße Anwohner in Atem. „Jetzt ist endlich Ruhe“, dachte sich auch Anwohner Heinrich Lunemann. Doch an einigen Stellen ist das verlegte Pflaster wieder geöffnet – aus Sicht des Anwohners unverständlich. Und das, obwohl er im kommenden Jahr davon profitieren könnte.

Glasfaser soll bis 2018 in Bork verlegt sein

Bork soll großräumig mit Glasfaser ausgestattet werden, wie Katrin Frendo vom Strom- und Gas-Verteilnetzbetreiber Westnetz bestätigt. Zwischen April und Juni 2018 sollen die Borker schneller Surfen können. Doch dafür müssen die frisch verlegten Pflastersteine erst einmal wieder weichen – so zum Beispiel auf Höhe der Luisenstraße.

Hier hat das Unternehmen eine Grube ausgehoben, von der aus die Glasfaserleitungen durch bereits vorhandenen Leerrohre gezogen werden. Knapp zehn Kilometer der Glasfaserleitungen verlegt Westnetz in Bork. Kostenpunkt: knapp 1,5 Millionen Euro.

Großteil der Bauarbeiten sind bereits abgeschlossen

„Drei Viertel der Arbeiten sind schon erledigt“, sagt Katrin Frendo. Bis zum kommenden Frühjahr müssen noch 11 Multifunktionskästen aufgestellt sowie Anschlüsse für die Telekom gelegt werden. Bis auf die Gebiete an der Stadtgrenze zu Waltrop soll dann schnelles Surfen möglich sein.

Doch wirklich begeistert ist Heinrich Lunemann nicht: „Ich habe gedacht, ich schaue nicht richtig. Wieso hat man das nicht sofort während der Bauarbeiten getan?“ Eine konkrete Antwort konnte auch Katrin Frendo nicht bieten. Klar ist: Lange Zeit war nicht klar, dass Westnetz Glasfaser verlegt.

Erst während der Bauarbeiten, etwa Mitte Februar, habe sich das Unternehmen zu diesem Schritt entschieden. Mitte Juli haben die Glasfaser-Arbeiten schließlich begonnen. Da ging es bei den Bauarbeiten an der Netteberger Straße schon auf die Zielgerade zu.

„Erst bauen und dann wieder aufreißen, das bleibt für mich ein Rätsel“, so Lunemann. Betreiber des neuen Netzes ist Innogy Telnet. „Wenn es fertig ist, können alle Internet-Anbieter darauf zugreifen, die in Selm ihre Produkte anbieten“, sagt Frendo. Ähnlich gehe das Unternehmen in Datteln und Oer-Erkenschwick vor.

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