Die Grippe ist auf auf dem Vormarsch - auch in Selm?

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Die Grippesaison ist in vollem Gange. Wie groß ist das Problem derzeit in Selm? Und wie können kann man sich eigentlich vor dem Virus schützen? Das veraten Ärzte und Apotheker aus Selm.

von Carina Strauß

Selm

, 07.02.2020, 08:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für die Hausärzte in Selm startet die Grippesaison gerade erst. „Aktuell scheint die Grippewelle bei uns in Selm noch nicht angekommen zu sein“, sagt Dr. Frank Vorspohl, Facharzt für Allgemeinmedizin, der seine Praxis an der Ludgeristraße führt. „Die Zahl der fieberhaften Virusinfektionen in unserer hausärztlichen Praxis, ist für diese Jahreszeit üblich.“ Allerdings sei die Nachfrage nach Impfseren größer als in den Vorjahren.

„Es geht jetzt los“, sagt Volker Brüning, Inhaber der Altstadt Apotheke Brüning. Besonders das nass-kalte Wetter habe die Verbreitung der Viren begünstigt. Und der bevorstehende Karneval beschleunige die Ausbreitung der Grippe erfahrungsgemäß nochmal.

Wie können Sie sich schützen?

Das Ansteckungsrisiko nimmt in Selm also derzeit zu. Die Grippesaison läuft normalerweise bis Ende März oder sogar bis in den April hinein. Was hilft?

Mediziner Frank Vorspohl empfiehlt, die bestehenden Impfangebote wahrzunehmen. „Auch sollte man nicht unnötig oft die Hände schütteln“, so Vorspohl weiter. Abstand zu Personen mit offensichtlichen Erkältungssymptomen vermindert ebenfalls das Ansteckungsrisiko.

Apotheker Volker Brüning mahnt zudem, möglichst frühzeitig gegen die Symptome, wie Fieber und Husten vorzugehen, um die Auswirkungen möglichst gering zu halten. Und der Klassiker sollte nicht zu kurz kommen: regelmäßiges Händewaschen mit Seife.

Wenn es einen dann doch erwischt hat

Auch eine gesunde Lebensweise kann dabei helfen die Influenza einzudämmen. Rauchen zum Beispiel schädigt das Immunsystem und die Lunge. Das macht sie besonders angreifbar für die Grippe. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung hingegen kann das Immunsystem stärken.

Im Gegensatz zu einer normalen Erkältung trete eine Grippe recht plötzlich auf erklärt Apotheker Volker Brüning. „Oft geht es los mit plötzlichem Fieber, manche Patienten leiden auch unter Schwindel.“ Kontaktieren Sie auf jeden Fall ihren Arzt und meiden Sie soweit wie möglich den Kontakt zu anderen Menschen, um eine weitere Verbreitung der Viren zu vermeiden.

Influenza-Aktivität auf niedrigem Niveau im Kreis Unna

Dr. Roland Staudt, Amtsarzt im Kreis Unna, spricht derzeit für den ganzen Kreis noch von einem niedrigen Niveau an Influenzafällen. Bis jetzt verzeichnet er für die Saison 2019/2020 79 gemeldete Influenzafälle. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es im selben Zeitraum 206 Fälle. Dies sei aber kein Anlass zur Entwarnung. Denn: „In der letzten Saison kam es zwischen der 7. und 17. Woche zu einem Anstieg von 206 auf 592 Fälle.“ Zudem sei seit der 5. Woche eine erhöhte Aktivität der Viren zu registrieren.

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