Haus der Wirtschaft: Erstmals zeigen 360-Grad-Fotos von innen den Neubau am Campus in Selm

rnCampus-Platz Selm

Das Haus der Wirtschaft am Campus-Platz soll im Spätsommer bezugsfertig sein. Bauherr Andreas Zaremba zeigt bei einem ersten Rundgang durch das zentrale Gebäude, wer es wie nutzen wird.

Selm

, 24.01.2020, 11:34 Uhr / Lesedauer: 3 min

Das ist rekordverdächtig. Ende August 2019 war der erste Spatenstich für das Haus der Wirtschaft, nach fünf Monaten erhebt sich unübersehbar der dreigeschossige Baukörper auf der Ecke Kreisstraße/Werner Straße, direkt am neuen Campus-Platz.

Haus der Wirtschaft: Erstmals zeigen 360-Grad-Fotos von innen den Neubau am Campus in Selm

Andreas Zaremba (l.) und Reinhard Fischer führen durch die Immobilie des Bauvereins: das Haus der Wirtschaft am Campus-Platz in Selm. © Sylvia vom Hofe

„Stimmt“, bestätigt Andreas Zaremba, Geschäftsführer des Bauvereins zu Lünen. „Das hat gut geklappt“. Dabei hatten die Arbeiten später angefangen als ursprünglich geplant.“ Und ein Betonbau dauert eigentlich immer etwas länger“, fügt Architekt Reinhard Fischer hinzu, der die Bauleitung hat. Schließlich müsse erst die Schalung gebaut werden, die dem Beton die Form gibt. Dass das Projekt dennoch so gut im Rennen liegt, hat einen Grund: „Wir hatten viel Manpower“, sagt er: also viele Arbeiter auf der Baustelle.

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Inzwischen sind die Fenster eingesetzt - allerdings weitgehend noch ohne Scheiben. Vorbei die Zeiten, als die Rahmen mit dem Glas gleichzeitig verbaut wurden. Bei einer Vierfachverglasung - aus energetischen Gründen, aber auch als Schallschutz angesichts der nahen Kreisstraße - sei ein komplettes Element einfach zu schwer, erklärt Fischer.

Warum in den nächsten Wochen kaum Veränderung zu sehen sein wird

Nachdem es in den vergangenen Monaten so rasant voran ging, werde sich in den nächsten acht Wochen nichts an dem Gebäude verändern - zumindest auf den ersten Blick. Nein, die Arbeiter legten keine Verschnaufpause ein, versichert der Bauleiter, „wir beginnen jetzt mit dem Innenausbau“: Estrich, Innenputz, Trockenbau, Elektroinstallationen, Sanitärarbeiten - das brauche seine Zeit.

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Wer in das 3200 Quadratmeter Fläche bietende Haus der Wirtschaft einzieht, sobald es voraussichtlich im Spätsommer bezugsfertig sein wird, zeigen Reinhard Fischer und Andreas Zaremba bei einem Rundgang durch den dreigeschossigen Rohbau.

Im Erdgeschoss links: Essmann‘s Backstube und noch zwei Nutzer

Von der Kreisstraße aus gesehen links wird sich Essmann‘s Backstube befinden: ein Café auf 240 Quadratmetern Fläche, zuzüglich Außengastronomie. Das Unternehmen aus Altenberge hatte bewusst den Standort auf der Ecke zur Straße gewählt und nicht auf der Ecke zum Campus-Platz, damit die Bäckerei auch von vorbeifahrenden Pendlern gesehen wird.

Auf der Seite zum Campus-Platz schließen sich die ersten Anlaufstationen der Nutzer an, die weiter oben im Haus anzutreffen sind: der Pflegedienst MIA mit etwa 60 Quadratmetern und vermutlich das Job-Center mit 70 Quadratmetern. Während sich der Bauverein mit MIA bereits einig ist, steht die abschließende Zusage des Jobcenters noch aus.

Im Erdgeschoss rechts: die Sparkasse an der Lippe

Rund 625 Quadratmeter misst der neue Standort der Sparkasse an der Lippe. Sie wird von ihrem jetzigen Platz an der Kreisstraße in den Neubau ziehen.

Der Vorteil: Ob Automaten und Schalter oder Büros: Alles wird barrierefrei zu erreichen sein. Zurzeit sind die neun Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihren unterschiedlichen Zuständigkeiten auf zwei Etagen verteilt.

Der Innenhof: Terrasse für Bewohnerinnen und Bewohner

Zwischen dem linken und dem rechten Gebäudeteil ist ein Eingangsbereich, von dem aus Gäste den Aufzug in die oberen Etagen nutzen können oder die Treppe. An diesem Entré schließt sich eine Terrasse an: ein geschützter Freiluftbereich für die Mitglieder der beiden Wohngruppen im ersten Stock.

Im ersten Stock: Zwei Wohngruppen des Pflegedienstes Mia

Auf der einen Seite acht Appartements, auf der anderen Seite zwölf: Der Pflegedienst Mia aus Werne - miteinander im Alltag - wird die ganze erste Etage nutzen und dort zwei Wohngruppen einrichten für ältere Menschen. Jeder hat seine eigene Nasszelle, Küche und Aufenthaltsraum sind aber große Gemeinschaftszimmer zum Platz hinaus. Beide Wohngruppen wird ein Wintergarten verbinden.

Im zweiten Stock: Das Jobcenter - aber unter Vorbehalt

Ursprünglich sollte die Entscheidung noch 2019 fallen. Tatsächlich weiß Andreas Zaremba aber noch nicht sicher, ob das Job-Center tatsächlich in das zweite Geschoss des Hauses der Wirtschaft einziehen wird, wie von Anfang an geplant, denn an seinem bisherigen Standort im Amtshaus Bork kann das Jobcenter nicht bleiben.

Die Stadtverwaltung benötigt die Räume. Daher wäre der Umzug der Anlaufstelle für Menschen, die Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II) beziehen wie Hartz IV oder Sozialgeld, ins Selmer Zentrum ideal.

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Die behördlichen Entscheidungswege sind aber lang. Reinhard Fischer gestaltet aber bereits die oberste Etage nach den Bedürfnissen der Behörde: mit Büros und Besprechungsräumen.

Parkplätze für Kunden und Besucher

Die Zufahrt zum Haus der Wirtschaft erfolgt nicht direkt über die Kreisstraße. Eine kleinere Parallelstraße, die auf halber Höhe des Platzes von der Kreisstraße abbiegt, führt dorthin. Begleitend zur Straße sind 20 Parkplätze angeordnet. Weitere 20 Parkplätze - insbesondere für Sparkassenkunden und Besucher der Senioren-Wohngruppen - entstehen unmittelbar neben dem Gebäude.

Haus der Wirtschaft: Erstmals zeigen 360-Grad-Fotos von innen den Neubau am Campus in Selm

Ein Blick aus den möglichen Räumen des Jobcenters auf die Wohnhäuser am Campus-Platz. © Sylvia vom Hofe

Im Spätsommer soll das Haus der Wirtschaft bezugsfertig sein. Umzugswagen werden aber schon eher auf dem Campus-Platz halten. Denn die ersten der 103 Wohnungen auf dem Campus - 57 Wohnungen baut die WBG, 46 der Bauverein zu Lünen - sollen Mitte März bezugsfertig werden.

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