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Hof Spinne bei „Land und Lecker“ im WDR: „Komisch, sich selbst zu sehen“

Am Montagabend (6.9.) hatte Petra Balster-Spinne vom Hof Spinne in Selm ihren großen Auftritt in der WDR-Serie „Land und Lecker“. Sie berichtet von aufregenden Drehtagen, netten Leuten und Wetter-Pech.

Das Wetter spielte mit: Am Montagabend (6.9) saß Petra Balster-Spinne mit ihrem Mann Richard, ihren drei Söhnen und einigen Helferinnen und Helfern draußen. Gemeinsam blickten sie auf eine große Leinwand. Sie hatten darauf gewartet, dass im WDR-Fernsehen ab 20.15 Uhr Folge drei der Serie „Land und Lecker“ ausgestrahlt wurde. Diese ist mittlerweile in der WDR-Mediathek zu finden.

„Engagierte Bauernhofpädagogin aus dem nördlichen Ruhrgebiet“. Der Folgentitel verrät bereits, warum sich die Gruppe auf dem Hof Spinne in Selm versammelt hat: Die Familie Balster-Spinne ist Teil der beliebten Fernsehserie geworden. In dieser 20. Staffel besuchen sich drei Frauen und drei Männer gegenseitig auf ihren Höfen und lernen den Alltag des Gastgebers oder der Gastgeberin kennen. Den Höhepunkt bildet das gemeinsame Dinner auf dem jeweiligen Hof.

„Mitte Juni haben die Dreharbeiten begonnen“, erinnert sich Petra Balster-Spinne. An fünf Tagen begleitete ein Kamerateam das Geschehen auf dem Hof. Mit dem Ergebnis ist die Bauernhofpädagogin zufrieden. „Es war komisch, sich selbst zu sehen. Aber die Reaktionen nach der Ausstrahlung waren bisher positiv. Sogar unsere Kinder wurden von ihren Freunden darauf angesprochen, dass sie im TV zu sehen waren“, sagt Balster-Spinne.

Sendung gibt Einblick in den Arbeitsalltag

Bereits die Eingangsszene vermittelt einen Eindruck von dem Alltag, den Petra Balster-Spinne erlebt: Sie spricht vor einer Gruppe Kinder, die Kamera schwenkt auf einige Hühner, die in einem abgesteckten Bereich herumlaufen. So wolle die Bauernhofpädagogin den Kindern die Natur und die Landwirtschaft sowie deren Zusammenhänge näher bringen, sagt sie.

Besonders der erste Drehtag sei besonders aufregend gewesen. Dabei hatte Balster-Spinne in Absprache mit dem Sender den groben Ablauf in einer Art Drehbuch zusammengefasst. Dass aber auch bei durchgeplanten Produktionen improvisiert werden muss, habe sich am finalen fünften Drehtag gezeigt.

„Ich habe das Essen in unserer Outdoor-Küche zubereitet, als es stark geregnet hat“, sagt Balster-Spinne rückwirkend. Daher habe man kurzfristig umdisponieren müssen: „Wir wollten mit den Gästen draußen beispielsweise eine Bauernhofolympiade veranstalten. Und das Essen sollte ebenfalls draußen stattfinden.“ Letztendlich absolvierten die Gäste einen kleinen Hindernis-Parcours aus Heuballen in einer Scheune. In der Hand hielten sie einen Löffel. Das darauf platzierte Ei durfte nicht herunterfallen.

Das abschließende Dinner nahmen Balster-Spinne und ihre Gäste ebenfalls überdacht zu sich. Die Gastgeberin servierte zunächst einen Eiersalat mit Wagyu-Bacon auf Wildkräuter-Salat. Als Hauptgericht folgte Pulled Chicken aus dem Lehm auf Nudelnestern. Den Nachtisch bildeten Pfannkuchen mit Eierlikör. Die entsprechenden Rezepte zum Nachkochen finden sich auf der Internetseite des WDR.

Dreh war mit viel Aufwand verbunden

Bei den Gästen sorgte das Menü für Begeisterung. Und auch Balster-Spinne würde die Gerichte im Nachhinein nochmal zubereiten. Dennoch gab sie zu: „Der Dreh war verdammt viel Arbeit und mit viel Organisation verbunden. Wir haben den Aufwand vielleicht etwas unterschätzt.“ Neben den fünf Drehtagen auf dem eigenen Hof kamen nochmals zehn weitere Tage hinzu. Je zwei verbrachte sie auf den Höfen der fünf anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Mit Nicole Nassiry, Benedikt Böcker, Kate Jacobi, Sebastian Klein und Eyke Pahmeyer steht Balster-Spinne noch immer in Kontakt. „Wir haben super nette Leute kennengelernt“, sagt sie. Deshalb soll es spätestens im Frühjahr ein Wiedersehen geben. Vielleicht spielt dann das Wetter mit und die Speisen werden nicht nur draußen zubereitet, sondern auch dort verzehrt.

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