"Ich musste Wolfgang Petry zum Produzenten zerren"

Andreas Martin im Interview

Er bespielt die Bühne am Selmer Beach am Samstagabend. Gegen Mitternacht wird er als letzter Act des Abends loslegen: Andreas Martin, der mit „Ich fang dir den Mond“ einen seiner größten Discofox-Hits feierte. Redakteur Tobias Weckenbrock befragte ihn im Vorfeld zu seiner Freundschaft mit Wolfgang Petry, seiner Leidenschaft für die Musik – und was er eigentlich den ganzen Arbeitstag lang tut.

SELM

, 10.06.2015, 15:09 Uhr / Lesedauer: 2 min

Herr Martin, Sie sind seit den 70er-Jahren im Schlagergeschäft tätig. Macht Ihnen das eigentlich immer noch Spaß?

Musik macht immer Spaß und ich habe das große Glück, sehr vielseitig arbeiten zu dürfen: Komponieren, produzieren, selbst singen und im Studio die Regler bedienen.

Ist das Musizieren eigentlich Ihr Hauptjob? Wie viele Tage im Jahr sind Sie in Sachen Musik unterwegs?

Zu den Auftritten kommen ja noch Promotiontermine. Hier und da bin ich mal im Fernsehen. Und den Rest der Zeit verbringe ich im Studio, um für mich und andere zu komponieren. Und dann ist da ja auch noch meine Familie...

Ich habe gelesen, dass Sie dafür mitverantwortlich sind, dass Wolfgang Petry ganz groß rausgekommen ist, indem Sie ihn bei Produzenten angepriesen haben. Woher kannten Sie ihn? Und gibt es heute noch Kontakt?

Mit Wolfgang verband mich eine brüderliche Freundschaft. Ich kenne ihn seit 1967, als wir noch in verschiedenen Bands spielten. Ab 1970 entwickelte sich eine enge Freundschaft. Ende 1975 musste ich ihn wirklich regelrecht zu meinem Produzenten zerren, denn er wollte das nicht.

Nach dem ersten Treffen vergingen drei Monate. Wir standen zusammen in Köln-Bickendorf im Studio und er nahm „Sommer in der Stadt“ auf. Das wurde sein erster Hit. Ich war mit dabei, weil wir bis Mitte der 80er-Jahre gegenseitig unsere Chöre gesungen haben.

Auf was dürfen sich die Selmer Schlagerfreunde freuen? Haben Sie ein paar Tage vor dem Auftritt schon Ihr Set fertig?

Auf die Titel, die Sie hoffentlich aus den Diskotheken, Rundfunk und Fernsehen kennen.

Was ist bei einem Open-Air-Auftritt anders als bei einem Konzert in einer Halle oder Bar?

Die Luft ist viel, viel besser...

Lassen Sie sich bei Auftritten von Ihrem Publikum animieren – oder geht das eher umgekehrt?

Es ist immer schön, wenn die Energie, die auf der Bühne erzeugt wird, vom Publikum angenommen wird. Dann schaukelt sich das Ganze zu einem tollen Ereignis hoch.

Weitere Infos zum Stadtfest gibt es online unter www.stadtfest-selm.de.

 

Andreas Martin singt gegen Mitternacht und folgt mit seinem Auftritt auf Michelle, die gegen 23 Uhr auf der Bühne steht. 

 

Karten-Vorverkauf für die Schlager-Rock-Party am Samstagabend von 19 bis 1 Uhr im Vorverkauf in der Redaktion der Ruhr Nachrichten, Kreisstraße 26, in allen Filialen der Sparkasse in Selm und der Hauptstelle in Lünen, im Amtshaus Bork, in allen Filialen der Volksbank Selm, bei Getränke Krevert und der Tankstelle Vernekohl.

 

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