Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Kapelle in Hassel strahlt in neuem Licht

Von nun an mit Elektrizität

Auch wenn selbst die Denkmalforscher aus Münster nicht genau wissen, wie es in der Kapelle Hassel ursprünglich aussah – in diesem Punkt legt sich Pfarrer Claus Themann fest: „So hell wie jetzt wird es dort nie gewesen sein.“ Und das hat nicht nur etwas mit der frischen weißen Farbe im Innenraum zu tun.

BORK

, 14.08.2017 / Lesedauer: 2 min
Kapelle in Hassel strahlt in neuem Licht

Das Gerüst steht nicht mehr. Die Kapelle strahlt mit ihrer überarbeiteten Fassade.

„Damit hatten wir gar nicht gerechnet, als die Restaurierung begann“, sagt der katholische Pfarrer und zeigt in der noch leeren Barockkapelle in die Höhe: Ein Strahler ist schräg über dem Altar an der Decke angebracht. Er soll die Kreuzigungsgruppe ins rechte Licht rücken, sobald sie aus der Restauratorenwerkstatt zurück ist. Links und rechts an den Seitenwänden hängen unscheinbare Lampen. 

„Ein Riesenfortschritt“, meint der Pfarrer. Denn bislang mussten er und die Gottesdienstbesucher mit Kerzenlicht auskommen. Elektrizität war verboten – aus Gründen des Denkmalschutzes.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

So sieht es in der restaurierte Kapelle Hassel in Bork aus

Gesäuberte Fenster, Elektrizität, gestrichene Wände: In der Kapelle Hassel hat sich einiges getan. Die Gemeinde kann sich auf ein aufgehelltes Gotteshaus freuen. Pfarrer Claus Themann ist sich sicher: „So hell wie jetzt wird es dort nie gewesen sein.“ Wir haben uns das restaurierte Denkmal angeschaut und für Sie Fotos vom hellen Innenraum zusammengestellt.
14.08.2017
/
Dr. Michael Stockmann (l.), Präsident des Lions-Clubs Selm, hat Pfarrer Claus Themann eine Spende in Höhe von 1000 Euro überreicht.© Foto: Sylvia vom Hofe
Um 1960 ist diese Glasmalerei entstanden.: eine freie Komposition von Wilhelm Rengshausen.© Foto: Sylvia vom Hofe
Der Altar der Kapelle.© Foto: Sylvia vom Hofe
Das Wappen des Erbauers.© Foto: Sylvia vom Hofe
Der Schriftzug ist restauriert, aber nicht leserlich.© Foto: Sylvia vom Hofe
Das Gerüst steht nicht mehr. Die Kapelle strahlt mit ihrer überarbeiteten Fassade.© Foto: Sylvia vom Hofe
© Foto: Sylvia vom Hofe
Die Handwerker haben noch ihre Sachen hinterlassen.© Foto: Sylvia vom Hofe
Neu: Strom in der Kapelle.© Foto: Sylvia vom Hofe
Ein altes Ausstattungsstück, das während der gesamten Restaurierungsarbeiten in der Kapelle stand: der Opferstock.© Foto: Sylvia vom Hofe
Ein altes Ausstattungsstück, das während der gesamten Restaurierungsarbeiten in der Kapelle stand: der Opferstock.© Foto: Sylvia vom Hofe
Schlagworte Selm, Bork

Zusatzarbeiten an der Kapelle

Dr. Bettina Heine-Hippler, die für das kleine Gotteshaus an der Lünener Straße zuständige Denkmalschützerin des Landschaftsverbandes Münster, hatte stets daran festgehalten: Wenn bislang keine Elektrizität in der Kapelle war, kommt jetzt auch keine hinein. Beim Ausräumen der Kapelle kurz nach Ostern hatten Themann und seine Helfer dann die überraschende Entdeckung gemacht: eine alte Steckdose, die allerdings nie angeschlossen war. Ihre Existenz genügte, um Heine-Hippler umzustimmen.

Ebenfalls so nicht vorgesehen war die Reinigung der beiden Kirchenfenster aus den 1960er-Jahren. „So hell habe ich noch nie das Licht dadurch einfallen sehen“, staunt der Pfarrer.

Die Zusatzarbeiten haben die Kosten von ursprünglich 56.000 Euro um 10.000 Euro steigen lassen. Um die Lücke zu finanzieren hatte die katholische Kirchengemeinde St. Ludger Selm um Spenden gebeten. Dr. Michael Stockmann vom Lions-Club hörte den Appell. Am Mittwoch hat er 1000 Euro überreicht.

 

Lesen Sie jetzt

Ruhr Nachrichten Verbraucherärger mit Partnervermittlung

Mieses Geschäft mit der Einsamkeit: Lünerin soll 8500 Euro zahlen, um ihren „Hans“ zu sehen