Keine Mosquitos an der Realschule

SELM Ein möglicher Mosquito-Modellversuch an der Realschule wird von allen Fraktionen des Rates abgelehnt. "Ein solcher Versuch ist für die CDU keine geeignete Maßnahme", so der CDU-Fraktionsvorsitzende Dieter Kleinwächter. Man solle die Probleme nicht mit technischen Mitteln verdrängen, sondern auf die Leute zugehen.

09.11.2007 / Lesedauer: 3 min

Sein Kollege von der SPD Mario Löhr, sieht es ähnlich. "Wenn wir dieses Gerät an der Realschule einsetzen, dann ist das Problem nicht gelöst." Man würde sich dann einen anderen Platz suchen. Sein Fraktionskollege Christian Kurek, er ist Mitglied im Kriminalpräventiven Rat, der einen Versuch mit der Mosquito Technik vorgeschlagen hatte, erklärte ebenfalls, man solle zurzeit noch nicht an einen Einsatz von Mosquitos denken.

Untersuchung auf Gesundheitsgefährdung 

"Diese Technik wird bei der DASA in Dortmund auf eine Gesundheitsgefährdung untersucht", so Christian Kurek. Man gehe derzeitig davon aus, dass sich Gesundheitsschäden erst einstellen, wenn jemand acht Stunden ununterbrochen dem Gerät ausgesetzt ist. "Wenn eine Gesundheitsgefährdung ausgeschlossen werden kann, müssten wir trotzdem mit viel Fingerspitzengefühl die Sache angehen."

   Positiv wurde von allen Fraktionen die deutliche Verbesserung der Sicherheit in Selm gesehen. CDU-Fraktionsvorsitzender Dieter Kleinwächter sieht die Meinung seiner Fraktion bestätigt. "Mit unserem Vorschlag, einen Sicherheitsdienst einzusetzen, sind wir damals auf heftige Kritik gestoßen. Dieser Einsatz hat sich nun aber eindeutig bewährt." Was habe man damals nicht für Horrorszenarien befürchtet. "Es ist von schwarzen Sheriffs und Ähnlichem gesprochen worden." Doch die Erfolge zeigten, es sei richtig gewesen, die Arbeit des Ordnungsamts durch einen privaten Sicherheitsdienst zu unterstützen. "Nun sollten wir auch den Schritt weitergehen und eine Verlängerung beschließen." Ein Abbruch wäre ein Rückschritt, der nicht zu verantworten sei.

Verlängerung des privaten Sicherheitsdienstes diskutiert

Auch die UWG sieht die Veränderung recht positiv. "Wir sind aber weiterhin der Meinung, es sollte in kommunaler Hand bleiben. Ein privater Sicherheitsdienst ist nicht das richtige Mittel."

Die SPD-Fraktion hatte damals dem Einsatz eines privaten Sicherheitsdiensts zugestimmt, wollte aber nach einem Jahr erst einmal ein Fazit ziehen. Fraktionsvorsitzender Mario Löhr ist ebenfalls über die positive Entwicklung erfreut. "Wir sind aber auch der Meinung, dies ist eigentlich eine Aufgabe des Ordnungsamts."

Auf Antrag der CDU beschloss der Rat, dass die Verwaltung für die Dezembersitzung eine Vorlage erarbeitet. Dann soll über eine Verlängerung diskutiert und entschieden werden.

  

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