Kinderbetreuung in Selm: Haben alle Kinder einen Platz bekommen?

rnKinderbetreuung in Selm

Das Kindergartenjahr startet jedes Jahr im August - es ist also gerade losgegangen. Nicht alle Kinder in NRW haben einen Platz in Kita oder Tagespflege bekommen. Auch in Selm nicht.

Selm

, 19.08.2020, 12:45 Uhr / Lesedauer: 1 min

Anfang August ist das Kindergartenjahr gestartet: 792 Kinder gehen in Selm aktuell in eine Kindertageseinrichtung, wie die Stadt Selm auf Anfrage der Redaktion erklärt: 141 im U3-Bereich und 651 im Ü3-Bereich. „Damit ist die derzeitige Kapazitätsgrenze erreicht“, erklärt Malte Woesmann, Sprecher der Stadt Selm. Mehr Plätze gibt es derzeit nicht.

Allerdings sagt er auch, dass wahrscheinlich schon ab dem nächsten Kindergartenjahr 70 weitere Plätz zur Verfügung stehen werden: Eine Einrichtung mit der entsprechenden Anzahl an Plätzen befindet sich gerade im Bau. Sie wird auf dem Gelände der ehemaligen Pestalozzischule gebaut - der BVB-Profi Marco Reus investiert dort in den Bau der Einrichtung zwischen Buchenwaldstraße und Pädagogenweg.

Der Bedarf für die zusätzlichen Plätze ist da: Das zeigt schon dieses Jahr. Nach Auskunft der Stadt sind 18 Kinder derzeit „unversorgt“ - haben also keinen Platz in einer Kindertageseinrichtung oder in der Tagespflege erhalten.

204 Kinder derzeit in Selm bei Tagespflegeeltern

Die Betreuung durch Tagesmütter und -väter spielt nämlich auch eine große Rolle in Selm. 204 Kinder nehmen sie derzeit in Anspruch, davon 164 in Vollzeit- und 40 in Randzeitenbetreuung. „Aktuell gibt es noch einige wenige freie Betreuungsplätze. Damit kann derzeit jedem Kind mit Bedarf in Selm im U3-Bereich ein Betreuungsplatz angeboten werden“, so die Stadt.

Jetzt lesen

Fünf Eltern von U3-Kinder haben dieses Angebot in Selm allerdings nicht angenommen: Sie suchen für ihre Kinder „explizit einen Betreuungsplatz in einer Kindertageseinrichtung“, erklärt die Stadt.

Bei den 18 unversorgten Kindern handelt sich um Kinder, die schon über drei Jahre alt sind. „Sobald Fluktuation durch Wegzüge entsteht, werden die 18 unversorgten Kinder sukzessive einen Platz bekommen“, erklärt Malte Woesmann aber auf Anfrage der Redaktion.

Lesen Sie jetzt