Die Teilnehmer der Klimademo in Selm machten auf Plakaten deutlich, worum es in Sachen Klimaschutz geht. © Arndt Brede
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Klimademo in Selm mit eindringlicher Botschaft: Es gibt keinen Planeten B

Sie sind nicht viele. Aber sie wissen viele hinter, neben, vor sich. Etwas mehr als 30 Teilnehmer machten am Freitag, 24. September, bei der Klimademo in Selm mit.

Gemeinsam mit Fridays for Future auf die Straßen gehen, dem Aufruf für effektiven Klimaschutz Gesicht und Stimme geben, die Bundestagswahl zur Klimawahl machen. Das war das Ziel der Selmer. Und das haben sie konsequent durchgezogen. Als eine von hunderten Aktionen und Demos kämpfen sie gemeinsam weltweit für echten Klimaschutz und eine Zukunft ohne Klimakrise.

Auch die befreundeten Parents for Future nahmen an der Klimademo in Selm
Auch die befreundeten Parents for Future nahmen an der Klimademo in Selm teil. © Arndt Brede © Arndt Brede

Freitag, 24. September, kurz vor 15 Uhr. Die Wiese an der Römerstraße, auf der der Klimatreff Bäume gepflanzt und so zur Klimatreff-Wiese gemacht hat, füllt sich nach und nach. Von hier aus will der Klimatreff Selm über Römerstraße, Olfener Straße, Ludgeristraße und Sandforter Weg mit Zwischenkundgebung auf dem Campus zum Bahnhof Selm-Beifang ziehen, von wo aus diejenigen, die möchten, mit der Bahn um 16.38 Uhr gemeinsam nach Dortmund fahren, um an der großen Abschlusskundgebung auf dem Hansaplatz teilzunehmen.

Es ist eben dieses Gemeinsame, das seine Wirkung auch in Selm erzielt. Wie motiviert sind die Teilnehmer? „Klima ist zwar global, aber es betrifft uns alle, und wir spüren hier vor Ort die Auswirkungen des Klimawandels“, sagt Jeannine Tembaak vom Klimatreff. „Vielleicht nicht so schlimm wie die Menschen im globalen Süden. Aber als sozial denkender Mensch kann man sich ja in das globale Handeln einfügen. Uns ist wichtig, dass wir eine Öffentlichkeit dafür auch hier in Selm schaffen.“

Der Klimatreff ist eben einer der wichtigen Multiplikatoren dieses Anliegens. „Wirklich aktiv sind zehn Leute“, erzählt die Selmerin.

Immerhin hat es dieser Klimatreff Selm geschafft, die Klimademo in Selm auf die Beine zu stellen. Der symbolträchtige Ausgangspunkt ist die Klimatreff-Wiese. Dort haben sich alle Generationen versammelt. Lara Malberger ist auch da. Die junge Selmerin hat eine ganz klare Haltung, was den Klimaschutz betrifft: „Es gibt keinen Planeten B“ hat sie auf ein Plakat geschrieben. „Ich finde es super, dass es auch in kleineren Städten Initiativen gibt, nicht nur in großen Städten.“ Das Thema Klimaschutz sei überall wichtig.

Sie ist an diesem Freitag nicht allein mit ihrer Meinung. In der Spitze sind es mehr als 30 Teilnehmer, die die Klimademo in Selm verzeichnet.

Jeannine Tembaak vom Klimatreff Selm richtete eindringliche Worte an die Teilnehmer der Klimademo.
Jeannine Tembaak vom Klimatreff Selm richtete eindringliche Worte an die Teilnehmer der Klimademo. © Arndt Brede © Arndt Brede

Schon in der Vergangenheit hatten sich in Selm Menschen aus allen Generationen zusammen gefunden, um zu demonstrieren, um durch die Straßen zu ziehen, um andere auf die Klimaproblematik aufmerksam zu machen, um allen Verantwortlichen zuzurufen „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut“. Zwei Tage vor der Bundestagswahl haben sich die Selmer wieder aufgemacht. Haben ihre Forderungen erneuert: „Wir müssen jetzt handeln, um die Klimakrise und das weltweite Artensterben einzudämmen und das 1,5-Grad-Limit des Pariser Klimaabkommens einhalten zu können.“ Die Betonung liegt auf den Wörtern „handeln“ und „jetzt“.

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Redaktion Selm
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Arndt Brede