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Kochkurse sind bei der FBS Selm ein Dauerbrenner

Serie: 50 Jahre Familienbildungsstätte

Schon seit 50 Jahren gibt es in Selm die Familienbildungsstätte (FBS). Anlässlich dieses Jubiläums stellen wir vor, was diese Einrichtung alles so zu bieten hat. Im ersten Teil unserer Serie haben wir uns bei einem der zahlreichen Kochkurse umgesehen - und neben vielen Eindrücken sogar zwei Rezepte mitgebracht.

SELM

, 21.07.2017 / Lesedauer: 3 min
Kochkurse sind bei der FBS Selm ein Dauerbrenner

Der Kochkurs der Familienbildungsstätte Selm mit Ernährungs-Expertin Petra Gerlitz ist beliebt. Die Teilnehmer haben viel Spaß daran, gemeinsam leckere Gerichte zu kreieren.

Viele Köche verderben bekanntlich den Brei. Nicht so beim Kochkurs der Selmer Familienbildungsstätte. Hier zaubern viele Köche und viele Hände in liebevoller Zusammenarbeit leckere und höchst kreative Gerichte.

Es ist morgens, 10 Uhr, im Raum 3 der Familienbildungsstätte (FBS) an der Ludgeristraße duftet es bereits verführerisch – nach Fleisch und Knoblauch, Zwiebeln, frischen Kräutern. Der Mixer surrt, ein Pürierstab brummt, Töpfe und Pfannen klappern. Bis zur Mittagszeit wollen die zehn Teilnehmer ihr Menü fertig haben. Es gibt eine grüne Kaltschale mit Oliven-Crostini, Zucchini-Salat mit Pfirsichen, Gnocchi, Köttbullar mit Senf-Honig-Sauce und Hähnchenspieße mit Basilikumdip. Zum Nachtisch steht eine Erdbeercreme mit Blaubeer-Kaltschale an. Und natürlich ist alles selbstgemacht.

Die Hobbyköche schätzen die Atmosphäre

Die Hobbyköche um Ernährungsexpertin Petra Gerlitz von der FBS kochen nicht nur zusammen, sie möchten auch gemeinsam essen. Gerne pünktlich, denn der Duft und das fröhliche Kochen am Herd lassen einem das Wasser im Munde zusammen laufen. „Das gemeinsame Essen und Erleben ist uns ganz wichtig“, betont Gerlitz. Denn die Teilnehmer kochen teils schon seit einigen Jahren immer wieder gemeinsam bei der FBS, sind mittlerweile mehr als nur Bekannte aus der Küche. „Kochen verbindet, kochen lässt Freundschaften entstehen“, so Gerlitz, die den Fachbereich „Gesunde Ernährung“ leitet. Man könne in der Küche Gemeinschaft erleben.

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So läuft das Kochen in der Selmer Familienbildungsstätte

Im Zuge unserer Serie zum 50-jährigen Bestehen der Familienbildungsstätte stellen wir die unterschiedlichen Angebote der Einrichtung vor. In dieser Woche waren wir bei einem der zahlreichen Kochkurse.
20.07.2017
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Die Teilnehmer der Kochkurse kennen sich teilweise schon seit vielen Jahren.© Jennifer von Glahn
Bei nicht wenigen sind aus dem gemeinsamen Kochen Freundschaften entstanden.© Jennifer von Glahn
Auch für neue Teilnehmer ist die Gruppe stets offen.© Jennifer von Glahn
Das Angebot der Kochkurse reicht von Spanischer Küche bis zum Weihnachtsmenü.© Jennifer von Glahn
Es gibt Einzel- oder Gruppenkurse.© Jennifer von Glahn
© Jennifer von Glahn
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© Jennifer von Glahn
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Der Ton in der Küche ist freundschaftlich, ein paar lieb gemeinte Sticheleien gehören dazu. „Die Gnocchi sollten aber alle gleichmäßig werden“, mahnt ein Hobbykoch seinen Mitstreiter. Das ginge aber nicht, scherzte der Gnocchi-Former, schließlich sei alles liebevolle Handarbeit. „Hat jemand die Reibe“, schallt derweil die Frage durch die große Küche der Bildungsstätte, in der es genügend Arbeitsfläche und mehrere Herde gibt. So können Spieße, Bällchen und Beilagen gleichzeitig entstehen. Während an einer Arbeitsstation Basilikum zerkleinert wird, schaffen flinke Hände woanders bereits Marinaden, Saucen und Crostini.

Diese Variationen werden bei den Kochkursen angeboten: 

Beim Menü haben die Kochfreunde Mitspracherecht. Passend zum Sommer sollte es diesmal leichtere, kühlere Kost sein. Von „Spanischer Küche“ bis hin zum „Weihnachtsmenü“ sei alles möglich. Und die Rezepte sollen und dürfen ruhig anspruchsvoll sein. „Ich möchte meinen Horizont erweitern und die Sachen auch zuhause nachkochen“, sagt Ludger Westrup. Der 57-Jährige hat am heimischen Herd ebenfalls die Kochschürze an. „Beim Kochtreff kocht man auch mal was, was man zuhause selbst nicht so kochen würde“. Bei Christel Steinecke ist es der pure Spaß am Kochen, der sie immer wieder an die Töpfe der Bildungsstätte bringt. „Ich war Hauswirtschaftslehrerin, Kochen finde ich toll. Und sonst wäre ich alleine. Hier treffe ich nette Leute“, so die 69-Jährige.

Dass Kochen nach wie vor unglaublich beliebt ist, merkt Ökotrophologin Petra Gerlitz an den durchweg hohen Teilnehmerzahlen der FBS-Kochkursangebote. „Kochen hält den gesellschaftlichen Veränderungen stand. Kochen war immer aktuell und bleibt aktuell“, so Gerlitz. Männergruppen, Landfrauen, Einzelpersonen, Freundeskreise und Arbeitsgruppen – allen Alters – besuchen die verschiedenen Kochkurse.

Diese beiden Rezepte waren bei den Kursteilnehmern besonders beliebt: 

Hähnchenspieße (4 Portionen)

  • 2 Bund Dill nehmen und die Dillspitzen abzupfen, fein hacken.
  • 6EL mittelscharfen Senf mit
  • 2EL Weißweinessig und
  • 3 EL flüssigem Honig verrühren, salzen, pfeffern.
  • 1 Eigelb unterrühren.
  • 200 ml Sonnenblumenöl in einem dünnen Strahl langsam zugießen, dabei kräftig rühren. Dill unterheben, Sauce abschmecken und servieren.

Blaubeer-Kaltschale (4 Portionen)

  • 600 g Blaubeeren verlesen.
  • 1 Zitrone nehmen und den Saft auspressen. Beeren mit 2 TL Zitronensaft und
  • 70g Zucker in einem Topf unter Rühren erhitzen, bis der Zucker schmilzt.
  • 200 ml Portwein angießen, circa 2 Minuten köcheln lassen.
  • 8 EL Blaubeeren abnehmen, beiseitelegen. Rest pürieren und durch ein Sieb streichen. Die gesamten Beeren wieder untermischen und alles mindestens 60 Minuten kaltstellen. 

Die Familienbildungsstätte bietet regelmäßig verschiedene Kochkurse unter der Rubrik „Gesunde Ernährung“ an.
Das Spektrum reicht vom Anfänger- bis hin zum Aufbaukurs.
Thematisch reicht das Angebot von Tapas-Kursen über „Kochen und Backen in netter Runde“ bis hin zur „Familienküche“.
Es gibt sowohl Einzeltermine als auch Kurse, die über mehrere Wochen gehen.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter

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