Krebskranker Daniel aus Selm erhält Unterstützung

Knochenmark- und Geldspende

Die Spendenbereitschaft für den an Leukämie erkrankten Daniel Enns (19) nimmt Fahrt auf: Am Donnerstag hat die Schützenbruderschaft St. Fabian und Sebastian 500 Euro übergeben. Sie erzählte davon, wie die Knochenmarkspende ablief – und dass es Hoffnung gibt, dass Daniel bald nach Hause kann.

SELM

, 19.02.2016, 18:04 Uhr / Lesedauer: 2 min
Krebskranker Daniel aus Selm erhält Unterstützung

Familie Enns mit Mama Lisa, Papa Michael, den Kindern Nikita (8), Jessicka (18) und Katharina (20) freute sich über die Spenden der Offiziere des Schützenvereins St. Fabian und Sebastian: Alle hoffen, dass Daniel seine Leukämie-Erkrankung besiegen kann.

Familie Enns war zu Tränen gerührt von den Spenden der Schützenbruderschaft. Es geht aufwärts mit Daniel. Die Bruderschaft berichtet von ihren Beweggründen:

Schwester Jessicka spendete ihrem Bruder Knochenmark

Jessicka (18) spendete ihrem Bruder Knochenmark. Dafür musste die Arzthelferin in Ausbildung sich selbst eine Woche lang Spritzen setzen, die dafür sorgen, dass sich Knochenmark vom Becken und der Wirbelsäule im Blut löst.

Nach einer Woche konnte sie an Geräte angeschlossen werden, die ihr Blut filterten, um an das lebenswichtige Knochenmark für Daniel zu kommen. Vier Stunden dauerte diese „Blutwäsche“.

„Mir geht es jetzt wieder sehr gut“, so Jessicka Enns, die richtig Knochenschmerzen gehabt habe. „Wir haben großes Glück gehabt, dass das Knochenmark passte“, sagte ihr Vater Michael.

Nahrungsaufnahme nur über das Blut, viel Schlaf

Am Donnerstag ging es Daniel gut, berichtete seine Mutter – den Umständen entsprechend besser gesagt: Er ist auf einer onkologischen Spezialstation in der Uniklinik Münster. Er ist schwach, kann nicht lange wach sein.

Die Bestrahlung, die er täglich bekommt, schlaucht. Und Nahrung aufnehmen kann er nur übers Blut. Seine Familie ist seit November jeden Tag bei ihm.

Sie ist stolz auf den Jungen – denn auf derselben Station habe sie schwerkranke Menschen kennengelernt, die kaum Hoffnung in sich trügen. Daniel sei stark.

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Bruder Nikita hat Daniel seit Monaten nicht gesehen

In einer oder zwei Wochen, habe der Arzt Mutter Lisa Enns gesagt, könne Daniel nach Hause. Wenn sich der Zustand weiter so entwickele wie in den vergangenen Tagen.

Darauf hofft die Familie nun. Auch Nikita, der achtjährige Bruder: Er hat Daniel schon seit Monaten nicht mehr gesehen. Denn in seinem Krankenzimmer gilt strenge Quarantäne.

Schützenbruderschaft spendete Erlöse für Daniel und die Familie

Die Offiziere der Schützenbruderschaft spendeten der Familie einen Teil ihres Erlöses vom Stand auf dem Weihnachtsmarkt. Damals verkauften die Schützen Lachs, Apfelwein und andere Leckereien.

Jedes Jahr spendet der Verein – in den Vorjahren zum Beispiel oft an Kindergärten. „Als wir jetzt vom Schicksal von Daniel und der Familie aus den Ruhr Nachrichten erfuhren, stand für uns fest, dass wir hier helfen wollen“, erklärte Oberst Christian Medding am Donnerstagnachmittag.

Rüdiger Klein war schon vor einigen Tagen bei der Familie und sprach mit den Eltern über die Idee. „Die Familie war sehr gerührt“, sagte Klein.

Spenden werden für die Fahrt nach Münster und die Medizin genutzt

„Das Schicksal von Daniel hat uns sehr berührt“, sagte Medding bei der Übergabe der Spende. „Eine kleine finanzielle Spende tut Ihnen sicher gut.

Wir hoffen, dass es Ihrem Daniel bald besser geht und dass Sie gemeinsam um seine Gesundheit kämpfen können.“ Das Spendengeld setzt die Familie für die Fahrten nach Münster ein, aber auch für gesundheitliche Dinge, die sie selbst bezahlen muss. 

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