Kreisel am Cappenberger Damm kommt 2019

Auch Radweg geplant

Schon lange wird in Selm über die Kreuzung Cappenberger Damm / Werner Straße / Selmer Landstraße diskutiert - nun soll der geforderte Kreisverkehr endlich gebaut werden. Auf der Prioritätenliste von Straßen NRW ist das Projekt mittlerweile ganz nach oben gerückt. Und das, obwohl die Unfallzahlen an der Stelle zuletzt zurückgingen.

SELM

, 07.08.2017, 06:11 Uhr / Lesedauer: 2 min
Kreisel am Cappenberger Damm kommt 2019

Die Kreuzung Cappenberger Straße/Werner Straße will der Landesbetrieb Sraßen NRW entschärfen.

Joachim Kaminski weiß schon gar nicht mehr, seit wann ein Kreisverkehr für die Kreuzung Cappenberger Damm / Werner Straße / Selmer Landstraße im Gespräch ist. „Lange“, sagt der Projektleiter von Straßen NRW nur. Beim Blick in die Zukunft wird der Beamte der Regionalniederlassung Ruhr in Bochum genauer: „Ende 2018 / Anfang 2019 werden wir den Kreisel bauen“ – und nicht nur ihn.

Auch Radweg wird ergänzt

Wenn die großen Baumaschinen anrückten, sei es sinnvoll, sie gleich mehrfach zu nutzen: „Wir werden bei der Gelegenheit auch den Radweg ergänzen“, kündigt Kaminski im Gespräch mit unserer Redaktion an. Ein Lückenschluss bis zur Kreisgrenze, so Kaminski.

Seine Kollegen der Regional-Niederlassung Münsterland, die für den Kreis Coesfeld zuständig sind, hätten in ihrem Zuständigkeitsbereich bereits den Radweg fertiggestellt. „Daran werden wir jetzt anschließen.“ Das fehlende Teilstück zwischen misst einen Kilometer.

Kreisverkehr auf Platz drei der Prioritätenliste

Die Baukosten für den Radweg schlagen nach Auskunft von Joachim Kaminski mit 250.000 Euro zu Buche. Den Bau des Kreisels schätzt er auf weitere 500.000 Euro. Dass plötzliche finanzielle Engpässe beim Land NRW doch noch einen Strich durch die Rechnung machen könnten, befürchtet Kaminski nicht.

„Die Maßnahme steht auf Platz drei unserer Prioritätenliste.“ Nur noch zwei andere Baumaßnahmen im Ruhrgebiet, dann komme Selm an die Reihe. „Da sollte bis Ende 2019 nichts dazwischen kommen“, sagt er und klingt dabei optimistisch.

So sieht es 2017 an der komplizierten Kreuzung aus:

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Geringes Unfallrisiko an stark befahrenem Verkehrspunkt 

10.000 jeden Tag: Der Kreuzungspunkt zwischen den Verbindungsstraßen Selm-Werne und Cappenberg-Südkirchen ist nach aktuellen Zählungen des Landesbetriebs stark befahren. „Das ist für uns ein Grund, warum wir dort jetzt den Kreisel bauen.“ Der andere Grund – das Unfallaufkommen – hat sich in den vielen Jahren des Wartens etwas entschärft.

„Die Kreuzung war lange ein Unfallhäufungspunkt“, sagt Thomas Röwekamp, Sprecher der Kreispolizeibehörde des Kreises Unna. „Inzwischen hat sich die Situation etwas entspannt.“ Auch wenn die Verkehrskommission aus Vertretern von Polizei, Stadt und Kreis die Kreuzung vor zwei Jahren von der Liste der Unfallhäufungspunkte gestrichen hat: „In diesem Jahr gab es allein schon zwei Unfälle“ – mit vier Leichtverletzten.

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