Lore Boas ist heute über 90 Jahre alt. Als der Zweite Weltkrieg endete, war sie ein junges Mädchen. Im Video-Interview erinnert sie sich an diese Zeit. © Rene Preuß
Kriegsende

Kriegsende vor 76 Jahren: Wie Cappenbergerin Lore Boas das erlebt hat

76 Jahre ist es her, dass der Zweite Weltkrieg ein Ende hatte. Für die Menschen damals war das eine Zeitenwende, wie sich die Cappenbergerin Lore Boas im Interview erinnert.

Eine Zeitenwende – so hat die Cappenbergerin Lore Boas das Ende des Zweiten Weltkrieges erlebt. Als die Wehrmacht am 8. Mai 1945 – vor 76 Jahren – bedingungslos kapitulierte, war sie ein junges Mädchen. Heute erinnert sie sich im RN-Video an die Jahre der Entbehrung, an jüdische Freunde, an den Aufschwung in den 50er-Jahren. Und an die Träume, die sie mal hatte.

Ihr Vater war Cellist von Beruf, sie selbst spielte als Mädchen auch Cello und wollte eigentlich Musikerin oder Malerin werden. Der Zweite Weltkrieg machte einen Strich durch diese Pläne: Sie begann im Fernmeldeamt zu arbeiten – bis zur Rente arbeitete sie bei der Post.

Glückliche Kettenraucherin seit über 70 Jahren

Im Ruhestand begann die zweite Karriere der Cappenbergerin: als Übersetzerin von Jazz-Büchern aus dem Englischen. „Frauen im Jazz“ (Sally Placksin), „The Death of Rhythm and Blues“ (Nelson George), „Purple Haze“ (Biografie von Jimi Hendrix): Diese Bücher hat sie ins Deutsche übersetzt.

Es gibt fast keine Wand in der Wohnung von Lore Boas, an der nicht Regale mit Büchern, Schallplatten, CDs oder VHS-Kassetten stehen. Sie liest auch mit über 90 noch nächtelang – und kann sich ein Leben ohne Musik nicht vorstellen. Und seit rund 70 Jahren ist sie glückliche Kettenraucherin – auch das erzählt sie in dem Video.

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Ich mag Geschichten. Lieber als die historischen und fiktionalen sind mir dabei noch die aktuellen und echten. Deshalb bin ich seit 2009 im Lokaljournalismus zu Hause.
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Marie Rademacher
Pauschalist

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