Kürbisblüte in Cappenberg: Wie wird die Ernte in diesem Jahr?

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Gelbe, trichterförmige Blüten auf dem Acker ziehen gerade die Blicke auf sich. Moritz Spahn, Betriebsleiter des Hofes Schulze Altcappenberg erklärt, was an ihnen so besonders ist.

von Nick Gehrmann, Günther Goldstein

Cappenberg

, 26.07.2020, 09:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wunderschöne gelbe Blüten sind gerade auf den Feldern des Hofes Schulze Altcappenberg an der Borker Straße zu bestaunen, dem ältesten Bio-Hof im südlichen Münsterland. Sie gehören zum Hokkaido-Kürbis, der zwischen Juni und August seine Blütezeit hat.

Der Kürbis gehört zum Fruchtgemüse, ist also eine Art Mischung aus Obst und Gemüse. Laut einer Analyse der AMI, der Agarmarkt Informationsgesellschaft, ist der Hokkaido der beliebteste Kürbis in Deutschland.

Durchschnittliche Ernte trotz guten Bedingungen

Doch die diesjährige Kürbisernte wird wohl nur durchschnittlich. „Wir hatten, kurz nachdem die Samen im Mai gepflanzt wurden, sehr kalte Temperaturen, da haben wir einige Pflanzen verloren“, erklärt Moritz Spahn, Betriebsleiter des Hofes Schulze Altcappenberg. Nach Mai allerdings sei das Wetter gut gewesen, sodass die Kürbisse gut gewachsen seien. Teilweise hätten sie auch davon profitiert, dass sie dadurch, dass Pflanzen weggefallen sind, mehr Platz zum Ausbreiten hatten.

Eine Hummel bestäubt eine der Kürbisblüten auf dem Feld.

Eine Hummel bestäubt eine der Kürbisblüten auf dem Feld. © Günther Goldstein

Kürbisse sind auf Feldern eher eine Ausnahme. Dabei seien die Bedingungen in Deutschland eigentlich ziemlich gut, meint Spahn. „Denn sie mögen milde Temperaturen. Allerdings brauchen sie auch viel Wasser“ - ein Problem in den aktuell langen Trockenheitsperioden. Die letzten Wochen seien allerdings gut gewesen, denn es sei nicht so heiß wie im vergangenen Jahr gewesen. „Solch eine Hitze mögen die Kürbisse nicht“, sagt der Betriebsleiter. Dadurch hätten die Pflanzen in diesem Sommer gut wachsen können.

Besonderheit im Wachstum

Eine Besonderheit gibt es aber doch bei Kürbissen. „Sie haben männliche und weibliche Blüten, aber nur an den weiblichen wachsen letztendlich die Kürbisse“, so Spahn. „Die Blüten aber, die man jetzt bewundern kann, sind die männlichen. Auch diese werden von Hummeln und Bienen bestäubt, aber da wächst am Ende nichts“, fährt er fort. Doch sie sehen schön aus, sodass der Mensch sich daran erfreuen kann, meint Moritz Spahn. Wem jetzt die gelben Farbtupfer gefallen, wird auch Freude an den roten im Herbst haben, wie Spahn verspricht.

„Die Blüten sind schön, doch kurz vor Beginn der Erntezeit im Herbst sieht das Feld noch beeindruckender aus. Gerade wenn das Feld sehr groß ist. Denn dann liegen überall die orangefarbenen Kürbisse, ein schöner Anblick“, sagt Spahn.

Kaufen kann man die Hokkaido-Kürbisse aber nicht direkt vom Hof. „Wir haben leider keinen Hofladen“ meint Spahn. „Unsere Kürbisse sind dann im Rewe oder im Aldi zu finden“, erklärt er. Im Bio-Sortiment.

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