Kuh läuft mehrfach auf Gleise - und wird erschossen

Bahnstrecke in Selm

Vier entlaufene Rinder aus Waltrop haben am Samstag dafür gesorgt, dass der Bahnverkehr der Regionalbahn 51 zwischenzeitlich vollständig zum Erliegen gekommen ist. Eines der Tiere musste in Selm erschossen werden. Es war immer wieder auf die Gleise gelaufen.

SELM

03.09.2017, 13:02 Uhr / Lesedauer: 1 min

Über Notruf erhielt die Polizei gegen 12.18 Uhr Kenntnis von vier entlaufenen Rinder. Die Tiere nach Polizeiangaben die Bahngleise in Richtung Lüdinghausen entlang. Laut Polizei wurde die Bahnstrecke für den Bahnverkehr gesperrt. Die Tiere verhielten sich sehr scheu, heißt es in einer Polizeipressemitteilung.

Der Besitzer, ein Landwirt aus Waltrop, der zwischenzeitlich benachrichtigt worden war, einige Helfer und Polizeibeamte versuchten, die Rinder einzufangen und zu beruhigen, was jedoch misslang. Während drei der Tiere nach einiger Zeit auf eine Pferdeweide bei Vinnum gejagt werden konnten, wo sie vom Besitzer abgeholt wurden, lief eine Kuh immer wieder in die Gleise.

Als es auch nach eineinhalb Stunden nicht gelang, die Kuh einzufangen und aus dem Gleisbereich zu bekommen, erschoss ein Jäger sie auf Veranlassung der Polizei. Die Freiwillige Feuerwehr Bork war ebenfalls mit Einsatzkräften vor Ort.

Folgen für die Bahn: zwei Verspätungen, sechs Teilausfälle

Die Bahnstrecke konnte gegen 14.05 Uhr wieder für den Bahnverkehr freigegeben werden. Mit Verspätungen bei zwei Zügen und Teilausfällen bei sechs Zügen kam es auch zu Beeinträchtigungen im Bahnverkehr.

Wie die Rinder entlaufen konnten, teilte die Polizei am Sonntag ebenfalls mit: Unbekannte hatten in der Nacht zu Samstag den Stacheldrahtzaun einer Weide an der Schorfheide durchgekniffen.

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