Die Vorbereitungen zum Kunst- und Keksemarkt unter besonderen Bedingungen laufen an der Overbergschule auf Hochtouren. © Christine Jücker
Overbergschule

Kunst- und Keksemarkt der Overbergschule Selm läuft – ganz anders als sonst

Der Kunst- und Keksemarkt der Selmer Overbergschule gehört zu den beliebtesten Veranstaltungen in der Stadt. Corona hat dem im vergangenen Jahr den Riegel vorgeschoben. In diesem Jahr nicht.

Selbstgebasteltes von den Grundschülern der Overbergschule Selm hat in der Vergangenheit bei vielen Menschen als Weihnachtsgeschenk unterm Tannenbaum gelegen und Freude verbreitet. Es hat ja einen ganz besonderen Wert, wenn sich Mädchen und Jungen Gedanken machen, was sie basteln möchten. Wenn sie eifrig werkeln. Wenn sie dann stolz vor dem vollendeten Werk sitzen und noch stolzer erleben, wie sich andere darüber freuen. Allein schon für die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder ist der Kunst- und Keksemarkt wichtig.

Aber im vergangenen Jahr machten die Coronapandemie und die damit verbundenen Auflagen der Overbergschule einen Strich durch die Rechnung. In diesem Jahr haben sich Schulleiterin Christine Jücker und ihr Team sowie der Förderverein der Schule dazu entschlossen, den Kunst- und Keksemarkt anzubieten. Am Samstag, 4. Dezember. Aber anders als gewohnt.

Sicherheits- und Hygienekonzept

„Wir lassen den Kunst- und Keksemarkt schulintern laufen“, erklärt Christine Jücker. Es werde also keine öffentliche Veranstaltung sein, wie sonst. Es gebe ein ausführliches Hygiene- und Sicherheitskonzept.

Und das Konzept sieht so aus:

  • Pro Jahrgang gibt es ein Zeitfenster von einer Stunde, in der Eltern und Angehörige der Mädchen und Jungen kommen, gucken und kaufen können.
  • Es gilt die 2G-Regel mit Nachweis, ob genesen oder geimpft;
  • es gilt die Maskenpflicht;
  • es gibt eine Begrenzung der Personenzahl und eine entsprechende Kontrolle dadurch dass es Einlassbänder gibt;
  • es gibt Einlasskontrollen;
  • Kinder der Overbergschule erhalten vorab ihr Einlassband
  • (Gewährleistung, dass der Kunst- und Keksemarkt schulintern stattfindet;
  • es ist eine Open-Air-Veranstaltung, weil das große, eingezäunte Schulgeländes genutzt wird.

„Wir waren in engem Austausch mit der Stadt“, versichert die Rektorin. „Wir sehen das Infektionsgeschehen, haben aber auch die Kinder im Blick, und ich glaube, wenn wir das ähnlich handhaben, wie wir es in den Pausen handhaben, aber noch zusätzlich mit Maske, dann kann man das machen.“

Normalerweise findet der Kunst- und Keksemarkt ja öffentlich und drinnen und draußen statt. „Drinnen den Markt laufen zu lassen, ist nicht möglich.“ Deswegen plane die Schule den Markt komplett als Open-Air-Veranstaltung. Von der Stadt Selm leiht sich die Schule die Adventsmarktbuden aus, weil diese wegen der Absage des Adventsmarktes nicht genutzt werden.

Akribisch bis ins Detail basteln Kinder und Lehrkräfte an den Erzeugnissen, die während des schulinternen Kunst- und Keksemarktes präsentiert werden.
Akribisch bis ins Detail basteln Kinder und Lehrkräfte an den Erzeugnissen, die während des schulinternen Kunst- und Keksemarktes präsentiert werden. © Christine Jücker © Christine Jücker

Es ist also einiges anders in diesem Jahr. Eines ist aber geblieben: der Eifer und die Freude der Mädchen und Jungen der Overbergschule: „Sie basteln unter Anleitung in den Klassen und es sind viele sehr schöne Sachen dabei rumgekommen“, sagt Christine Jücker.

Erlös kommt den Kindern zugute

Der Erlös werde unter anderem für Spielzeug in den Klassen sein. Und für Anschaffungen zur kreativen Gestaltung der Pausen, zum Seilchenhüpfen zum Beispiel.

Was macht es mit der Schulleiterin und ihrem Team, dass der Kunst- und Keksemarkt – auch unter den verschärften Coronaschutzregeln – laufen kann? „Wir sind total erleichtert, dass er für die Kinder stattfinden kann“, erzählt Christine Jücker. „Es sind zu Recht viele Weihnachtsmärkte in der Umgebung abgesagt worden, aber wir haben hier ja wirklich das Glück, dass wir ein abgeschlossenes Gelände haben, das wir kontrollieren können, dass wir es entzerren können, weil wir ein großes Schulgelände haben.“

„Wir sind zwar traurig, dass wir keine Gäste haben werden, aber es ist nun wirklich ein Markt für die Kinder. Der Kunst- und Keksemarkt ist für sie notwendig. Ich hoffe, dass wir den Kindern ein bisschen zurückgeben können, was in der Coronapandemie verloren gegangen ist.“

Über den Autor
Redaktion Selm
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Arndt Brede

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