Löhr gibt Lösung für Flüchtingsunterkunft bekannt

Bürgerinformation am Dienstag

Lange war nicht sicher, wie es mit der Pestalozzischule in Selm als Unterkunft für Flüchtlinge weitergehen soll. Noch im April gab es Umbaupläne für das Gebäude, dann wurde eine Container-Lösung vorgeschlagen. Bei einer Bürgerinfo am Dienstagabend hat Bürgermeister Mario Löhr nun eine klare Ansage gemacht.

SELM

, 28.06.2016, 20:40 Uhr / Lesedauer: 2 min
Löhr gibt Lösung für Flüchtingsunterkunft bekannt

Die Pestalozzischule in Selm am Pädagogenweg: Hier sollen ab Herbst 2016 Flüchtlinge einziehen, nachdem die Schule nach Bork umgezogen ist.

In der Pestalozzischule werden keine Flüchtlinge untergebracht. Stattdessen wird die Stadt Container auf dem ehemaligen Diskogelände an der Industriestraße aufstellen. Dies teilte Bürgermeister Mario Löhr am Dienstagabend bei einer Bürgerversammlung mit. Diese Aussage wurde von den Nachbarn der Pestalozzischule mit Beifall bedacht.

Mario Löhr hatte bei den vorherigen Versammlungen immer gesagt, man wolle nach einer anderen Lösung suchen. Diese ist jetzt gefunden.

"Preise für Container sind deutlich gesunken"

Wie bei der Pestalozzischule geht die Verwaltung von Kosten in Höhe von zwei Millionen Euro aus. Mario Löhr: "Die Preise für Container sind in den vergangenen Wochen deutlich gesunken."

Und die Stadt habe nun auch mehr Vorlaufzeit, bis es weitere Zuweisungen von Flüchtlinge gebe. "Die Bezirksregierung hat uns mitgeteilt, dass wir erst zum Jahresende mit neuen Zuweisungen rechnen müssen", so Beigeordnete Sylvia Engemann. Man gehe bei der Verwaltung weiterhin von 300 Personen aus. Doch könne sich diese Zahl nach unten noch verändern.

Mario Löhr erklärte, die Stadt habe die rund 20.000 Quadratmeter große Fläche an der Industriestraße gekauft. Die Disko werde abgerissen. "Wir werden zunächst Platz für 200 Flüchtlinge schaffen." Ein Vorteil des Geländes sei, dass man schnell bei mehr Zuweisungen reagieren könne.

Was geschieht nun aber mit dem Gelände der Pestalozzischule, wenn Lehrer und Schüler nach Bork gezogen sind? Löhr: "Wir werden versuchen, das Gelände möglichst schnell zu vermarkten." Eine gute Nachricht hatte der Bürgermeister auch für die Sportvereine, die die Pestalozzi-Turnhalle nutzen. Sie steht nun auch noch länger zur Verfügung.

Betreiber, Verpflegungs- und Sicherheitsdienst gesucht

An dem Konzept, dass die Verwaltung für den Standort Pestalozzischule vorgesehen hatte, wird sich nichts ändern. Die Stadt wird nun einen Betreiber, einen Verpflegungs- und Sicherheitsdienst suchen. "Es wird auf dem Gelände auch Sportmöglichkeiten geben", so der Bürgermeister. Er kündigte zudem an, dass die Kleiderkammer von Bork an den neuen Standort verlegt werde.

Der Rat muss nun bei seiner Sitzung am Donnerstag, 28. Juni, noch seine Zustimmung geben. Mario Löhr erklärte, bei einem Gespräch mit den Fraktionsvorsitzenden habe es positive Signale gegeben.

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