Löhr-Schnellweg-Schild im Amtshaus aufgetaucht

Ehrenplatz im Bürgermeister-Büro

Plötzlich hieß die K44n Löhr-Schnellweg – zumindest, wenn man dem Schild Glauben schenken durfte, das Ende September am neuen Kreisverkehr an der Kreisstraße die Lärmschutzwand zierte. Jetzt ist es wieder aufgetaucht und soll auch bald wieder hängen. Allerdings an einem etwas diskreteren Ort.

SELM

, 14.11.2015, 13:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Löhr-Schnellweg-Schild von der Lärmschutzwand der K44n ist inzwischen an einem anderen Ort zu sehen.

Das Löhr-Schnellweg-Schild von der Lärmschutzwand der K44n ist inzwischen an einem anderen Ort zu sehen.

Mario Löhr selbst hat sich das aufwendig geschnitzte und massive Schild mit dem Zusatzschild mit der Inschrift K44n nun gesichert. Mit fünf Schrauben hatte der unbekannte Bastler das Holz-Werk in rund zwei Metern Höhe fest an den Lärmschutzzaun geschraubt, in Sichtweite des Kreisverkehrs mit der B236.

Inzwischen, sechs Wochen danach, hat die Straße, die erst im September freigegeben worden ist, einen neuen Namen: Sie heißt Zeche-Hermann-Wall und leitet den Verkehr um das Stadtzentrum herum. Diesen Namensvorschlag fand die Politik durch die Bank gut und verabschiedete ihn in Einstimmigkeit und ohne Enthaltung.

Löhr-Schnellweg im ersten Obergeschoss

Das Schild „Löhr-Schnellweg“ gefällt seinem Namensgeber aber richtig gut. Während der Kreis Unna das Vorgehen des Unbekannten als Sachbeschädigung zur Anzeige brachte und es gleich am Dienstagmorgen nach dem Wochenende durch einen Mitarbeiter des Bauhofes des Kreises entfernen ließ, bewies Löhr selbst Humor. So könne man doch den Weg im ersten Obergeschoss des Amtshauses nennen, so der Bürgermeister. In diesem Gebäudeteil haben er, die Beigeordnete Sylvia Engemann und Pressesprecher Malte Woesmann ihr Büro.

Das Schild, das Löhr sich letztlich vom Kreis-Bauhof zurück nach Selm bringen oder holen ließ, liegt auf einer Kommode im Besprechungszimmer des Bürgermeister-Büros. Dort ist auch eine Vitrine an der Wand gegenüber dem Konferenztisch mit vielen Erinnerungsstücken von internationalen Gästen, Reisen und ähnlichen Devotionalien, die mit dem Amt als erster Bürgermeister der Stadt zusammen hängen. Es könnte sein, dass die Holzarbeit mit „Löhr-Schnellweg“ und „K44n“ bald diese weiße Wand ziert. 

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