Lüner Paketbote verursacht Unfall in Selm und fuhr erstmal weg

Gericht

Handelte es sich tatsächlich um eine Unfallflucht, als sich ein Lüner nach einem Zusammenstoß mit einem Pkw zwei Mal vom Ort des Geschehens entfernte. Das musste das Amtsgericht klären.

von Sylvia Mönnig

Selm, Lünen

, 19.03.2021, 12:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Paketbote aus Lünen verursachte in Selm einen Unfall. Ob er sich danach der Unfallflucht schuldig machte, musste nun das Amtsgericht klären.

Ein Paketbote aus Lünen verursachte in Selm einen Unfall. Ob er sich danach der Unfallflucht schuldig machte, musste nun das Amtsgericht klären. © picture alliance/dpa

Bei einer Fahrt als Paketbote kollidierte der Sprinter eines Lüners in Selm offenbar mit einem Pkw. Danach verschwand der 42-Jährige zunächst vom Unfallort und kehrte erst etwas später zurück. Das brachte ihn nun vor Gericht.

Auf Schaden hingewiesen

Der Vorfall ereignete sich am Morgen des 29. Oktober im Bereich der Hauptstraße. Laut Anklage touchierte der Zusteller das fremde Auto mit seinem Lieferwagen, parkte in der Nähe, wurde von dem Pkw-Besitzer auf den Unfall mit über 4000 Euro Schaden hingewiesen, fuhr dennoch erst einmal weiter, tauchte Minuten später wieder auf, entfernte sich erneut und kehrte ein weiteres Mal zurück, um dann mit dem Geschädigten auf die Polizei zu warten. So sollte er sich der Unfallflucht schuldig gemacht haben. Die Folge: Er erhielt einen Strafbefehl mit 300 Euro Geldstrafe und drei Monaten Fahrverbot - und legte Einspruch ein.

„Umweg gefahren“

Nun wurde die Sache vor dem Amtsgericht verhandelt und er war überzeugt, keine Kollision verursacht zu haben. Auch habe er keine Unfallflucht begangen. Er habe doch nur einen Umweg zurückfahren müssen und das habe er auch ein einziges Mal getan – nicht zwei Mal.

Der Geschädigte sah das anders. Die Rückkehr zum Unfallort stimmte den Richter aber letztlich milde: Das Verfahren wurde gegen Zahlung von 300 Euro Geldbuße eingestellt.

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