Mängel auf Spielplätzen sorgen Eltern in Bork

Ortstermin mit der CDU

Spielplätze sind zum Spielen und Austoben da. Doch wenn das nicht mehr geht, weil die Geräte abgesperrt oder teilweise abgebaut sind, muss sich etwas ändern. Das dachten sich Eltern aus Bork. Zusammen mit der CDU starteten sie am Samstag eine Besichtigungstour und trugen die Mängel zusammen.

BORK

, 16.10.2017 / Lesedauer: 3 min
Mängel auf Spielplätzen sorgen Eltern in Bork

Am Spielplatz am Nierfeld ist das komplette Klettergerüst mitsamt der Rutsche abgezäunt.

„Wir wollen uns die Sorgen der Eltern und Kinder über die Spielplätze anhören und alles versuchen, damit sich etwas ändert“, erklärt Franz Joseph Raubuch, der Vorsitzende der Ortsunion Bork. Die erste von zwei Stationen ist der Spielplatz am Nierfeld. Vor allem wegen der Nähe zum Neubaugebiet, wo es keinen Spielplatz gibt, ist der am Nierfeld bei Familien sehr beliebt.

Sebastian Weisheit kommt mit seinen drei Kindern regelmäßig zum Spielplatz und hat von der Aktion aus der Zeitung erfahren. „Ich hoffe, dass es für diesen Spielplatz eine Neugestaltung gibt, oder dass das Konzept überarbeitet wird, denn vor allem für ganz kleine Kinder gibt es hier nicht viele Spielmöglichkeiten“, so der Familienvater.

Kinder auf dem Bolzplatz nicht im Blick

Denn wie vielen anderen Eltern sind ihm die Mängel an dem Spielplatz schon seit längerem aufgefallen: Auf den beiden Rutschen kann kaum noch gerutscht werden, weil sie entweder stumpf oder gänzlich abgesperrt sind, die Schaukeln sind für die meisten Kinder zu hoch angebracht und auch der Sitz der Seilbahn wurde abgebaut.

„Wir mögen die Seilbahn am liebsten. Aber es ist blöd, dass die kaputt ist“, berichten der sechsjährige Theo sowie Charlotte und Fiona (beide vier Jahre). Für ihren Traumspielplatz wünschen sie sich eine große heile Rutsche.

Dazu kommt: Der Bolzplatz, der hinter dem Spielplatz liegt, ist durch einen hohen Wall abgetrennt, sodass Eltern ihre Kinder vom Spielplatz aus nicht mehr im Blick haben – bei den naheliegenden Bahnschienen ein nicht zu vernachlässigendes Problem, finden Borker CDU-Mitglieder und Eltern.

Zerbrochene Betonrohre sind eine Gefahr

Auch beim Spielplatz am Angelkamp gab es unzufriedene Anlieger. Eines der Probleme: Der Sitz der Seilbahn fehlt. Petra Weber, Vorsitzende der Angelkamp-Siedler, fragte schließlich bei der Stadt Selm nach und erfuhr, dass das Holzgestell von der Seilbahn vor einiger Zeit von der Stadt gegen eines aus Metall ausgetauscht wurde. „Doch dafür wurde keine Sicherheitsprüfung von der Dekra abgenommen, weswegen die Seilbahn nun nicht in Betrieb sein darf.“

Zudem befinden sich hinten auf dem Gelände auch Betonrohre, in denen die Kinder spielen können. Doch da diese vor gut 40 Jahren auf den Spielplatz kamen, ist eines nun zerbrochen. Eine Gefahr für Kinder, da waren sich die Anwesenden einig.

Die CDU will sich nun bei der Stadt melden, um die Situation auf beiden Borker Spielplätzen zu verbessern. „Das ist ein Problem hoher Dringlichkeit, da hoffen wir, dass sich da bald etwas ändert“, so Raubuch. „Es wird nicht alles auf einmal passieren, aber wir bleiben am Ball, bis die Borker Spielplätze wieder vernünftig bespielt werden können.“

Spielplätze bereits auf der Investitionsliste der Stadt

Die Stadtverwaltung hat beide Spielplätze bereits auf ihrer Investitionsliste. Das Spielplatzkonzept sei im Juni im Rat und damit auch der CDU vorgestellt worden, sagt Stadtsprecher Malte Woesmann auf Anfrage. Beim Spielplatz Nierfeld sei für 2018 geplant, die Seilbahn auszutauschen und auch die Hangrutsche solle erneuert werden, so Woesmann.

Ebenfalls im kommenden Jahr soll am Angelkamp-Spielplatz die Seilbahn ausgetauscht werden. Dort soll es auch einen Ersatz für das Spielgerät Drehschwung geben, so Woesmann. Insgesamt will die Stadt in die beiden Spielplätze 30.000 Euro investieren.

Auch die Spielplätze Ludgerischule und Realschule stehen für 2018 auf der Investitionsliste der Stadt. Zudem gebe es bei allen Spielplätzen der Stadt regelmäßig Sichtkontrollen, ob Mängel oder Beschädigungen auftreten. Die kaputten Betonröhren seien dabei wohl noch nicht aufgefallen, so Woesmann. Der Spielplatzbeauftragte der Stadt sei nun aber auch über dieses Problem informiert und soll sich um die Beseitigung von Gefahrenstellen beseitigen.

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