Mario Löhr verfolgt erst die Auszählung in Unna, dann in Selm

rnKommunalwahlen 2020

Wenn alles noch offen ist, eines steht schon jetzt fest, vor der Stimmauszählung: Mario Löhr wird nicht mehr Bürgermeister von Selm sein. Er kandidiert für ein anderes politisches Amt.

Selm

, 13.09.2020, 15:19 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wer in den vergangenen sechs Wochen den Bürgermeister von Selm angerufen hat, erreichte ihn selten im Amtshaus Bork. Sondern in Schwerte. Oder in Bönen. Oder in Kamen. Oder in einer der anderen Städte und Gemeinden des Kreises Unna. Löhr will Landrat werden: der Chef des Kreishauses in Unna, der politische Repräsentant des Kreises.

Ein Sprung nach oben, wenn er denn gelingt. Und ein Sprung ohne Sicherheitsnetz. Wenn die Wählerinnen und Wähler anders entscheiden sollten, ist Löhrs Job, den er seit mehr als zehn Jahren ausübte, in jedem Fall anders vergeben: das Selmer Bürgermeisteramt.

Die Erfahrungen, die er in Selm gesammelt hat, will der 49-Jährige jetzt auch auf Kreisebene einbringen. Wie er Selm auf Wachstumskurs gebracht hat, will er das jetzt auch kreisweit schaffen. Ob das gelingen wird, verfolgt der gebürtige Werner, der mit seiner Familie in Sem lebt, am Abend im Kreishaus Unna, wo die Ergebnisse aus allen zehn Kommunen zusammenfließen. Die für den Landrat werden als erstes ausgezählt. Danach, sagt er, werde er zurück nach Selm fahren, ins Bürgerhaus und verfolgen, wer seine Nachfolge antreten wird.

Was Löhr am Abend vor dem schicksalhaften Wahltag gemacht hat? „Ich war in Schwerte am Stand und später in einer Menschenkette gegen rechts.“ Und dann habe er noch bis spät mit den Jusos in Unna zusammengesessen.

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