Mehr als 200 Christen zogen durch Cappenberg

Fronleichnams-Prozession

Kritik hatte sie im Vorfeld geerntet, die traditionelle Prozession zu Fronleichnam in Cappenberg. Statt durch einen abgelegenen Tierpark führte sie in diesem Jahr mitten durch ein Wohngebiet. Doch der Bruch mit der Tradition ist geglückt. Wir haben den Zug mit der Kamera begleitet.

CAPPENBERG

, 27.05.2016, 12:10 Uhr / Lesedauer: 1 min
Singend zogen die Prozessionsteilnehmer durch die Straßen.

Singend zogen die Prozessionsteilnehmer durch die Straßen.

Die Premiere ist geglückt: Rund 230 Teilnehmer zählte die Fronleichnamsprozession durch das Cappenberger Wohngebiet. In den Vorjahren zog die katholische Kirchengemeinde an diesem Festtag „des heiligsten Leibes und Blutes Christi“, wie er offiziell heißt, rund um die Stiftskirche auf Schloss Cappenberg durch den idyllischen, aber einsamen Tierpark.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Die Fronleichnams-Prozession in Cappenberg 2016

Die Premiere ist geglückt: Rund 230 Teilnehmer zählte die Fronleichnamsprozession durch das Cappenberger Wohngebiet. In den Vorjahren zog die katholische Kirchengemeinde an diesem Festtag „des heiligsten Leibes und Blutes Christi“, wie er offiziell heißt, rund um die Stiftskirche auf Schloss Cappenberg durch den idyllischen, aber einsamen Tierpark.
27.05.2016
/
Die Messdiener haben die Prozession angeführt auf ihrem neuen Weg durch Cappenberg.© Foto: Sylvia vom Hofe
Die Kommunionkinder freuten sich über die Gelegenheit, ihre festliche Kleidung noch einmal anziehen zu dürfen.© Foto: Sylvia vom Hofe
Gerade junge Familien waren in großer Zahl vertreten. Viele waren aktiv in die Vorbereitung einbezogen.© Foto: Sylvia vom Hofe
Eine runde Sache war die Prozession bei Sommerwetter.© Foto: Sylvia vom Hofe
Sowohl der Cappenberger Schützenverein (Foto) als auch die Langerner Schützen waren vertreten, genauso wie die Feuerwehr, der Sportverein Grün-Schwarz Cappenberg, die Kolpingsfamilie, Gruppen der Kirchengemeinde und die Kita.© Foto: Sylvia vom Hofe
Die Resonanz war groß: Rund 230 Teilnehmer zählte die neue Prozession durch das Wohngebiet. Ausgangspunkt war die Ecke Rosenstraße/Übbenhagen.© Foto: Sylvia vom Hofe
Unter dem roten Baldachin - dem Himmel - trugen abwechselnd Pater Altfried Kutsch und Pater Norbert Rebmann die Monstranz, das goldene Zeigegefäß mit dem geweihten Brot.© Foto: Sylvia vom Hofe
Die Kindergartenkinder begleiteten die rund 1,5 Kilometer langen Rundweg durch das Cappenberger Wohngebiet rund um das evangelische Gemeindehaus an der Rosenstraße.© Foto: Sylvia vom Hofe
Die Kommunionkinder der Gemeinde trugen noch einmal ihre Festkleidung.
Das war neu: Anwohner und Vereine und Gruppen der Gemeinde haben vier Altäre unterwegs gestaltet und selbst texte und Fürbitten vorgetragen. Bei den Prozessionen durch den Schlosspark gab es unterwegs nur einen Altar.© Foto: Sylvia vom Hofe
Singend zogen die Prozessionsteilnehmer durch die Straßen.© Foto: Sylvia vom Hofe
Das Vortragekreuz, das die Messdiener trugen, wird bald auf große Reise gehen. Es ist ein Geschenk für die Partnergemeinde Busunu in Ghana.© Foto: Sylvia vom Hofe
Blasmusiker begleiteten den rund einstündigen Rundgang.© Foto: Sylvia vom Hofe
Der Pfarreirat der Gemeinde hatte beschlossen, neue Wege zu beschreiten mit der Fronleichnamsprozession.Der stellvertretende Vorsitzende Christoph Bargel (2. v. l.) freut sich über die große Resonanz - insbesondere, weil der neue Prozessionsweg auch im Vorfeld für Kritik gesorgt hatte.© Foto: Sylvia vom Hofe
Die wohl jüngste Prozessionsteilnehmerin.© Foto: Sylvia vom Hofe
An den vier Stationen hatten die Organisatoren Bänke aufgebaut.© Foto: Sylvia vom Hofe
Dieses Mal ging es durch das Baugebiet rund um Übbenhagen und Rosensraße. In den nächsten Jahren könnten Rundwege durch andere Wohngebiete folgen.© Foto: Sylvia vom Hofe
Die Kita Cappenberg hatte einen eigenen Altar gestaltet. Sogar die Kleinsten wirkten mit und formulierten Fürbitten.© Foto: Sylvia vom Hofe
Sogar die Altardecke hatten die Kinder selbst gestaltet - mit bunten Abdrücken ihrer Hände.© Foto: Sylvia vom Hofe
Keine Bange, ins Mikrofon zu sprechen, hatten die Kindergartenkinder.© Foto: Sylvia vom Hofe
Petrus, der Heilige, der nach dem Volksglauben für das Wetter zuständig ist, spielte mit und sorgte für Sonnenschein.© Foto: Sylvia vom Hofe
Gar nicht langweilig fanden diese Jungen die Prozession.© Foto: Sylvia vom Hofe
Die Schützen trugen den Baldachin.© Foto: Sylvia vom Hofe
Groß war die Beteiligung.© Foto: Sylvia vom Hofe
Anwohner hatten den neuen Prozessionsweg durchs Dorf geschmückt.© Foto: Sylvia vom Hofe
Dieses Kreuz wird bald verschifft - nach Ghana.© Foto: Sylvia vom Hofe
Auf der Wiese neben dem evangelischen Gemeindehaus an der Rosenstraße haben die Prozessionsteilnehmer zum Abschluss eine Messe gefeiert. Auch evangelische Mitchristen waren dabei.© Foto: Sylvia vom Hofe
Schlagworte

Der Pfarreirat hatte beschlossen, in diesem Jahr mit der goldenen Monstranz  - dem Zeigegefäß für das kreisrunde, geweihten Brot – dahin zu gehen, wo die Menschen wohnen. Dieser Bruch mit der Tradition hatte im Vorfeld auch für Widerspruch gesorgt. 

Im Vorfeld gab es jedoch Kritik

„Daher freue ich mich sehr, dass die Resonanz so groß war“, sagte Christoph Bargel, stellvertretender Vorsitzender des Pfarreirates.  Die Schützenvereine aus Cappenberg und Langern, die Kita, der Sportverein  Grün-Schwarz Cappenberg, die Kolpingsfamilie und die Anwohner entlang des 1,5 Kilometer langen Prozessionsweges hatten die Prozession mitgestaltet.

Jetzt lesen

Lesen Sie jetzt