Mehr Prozessionsspinner in Selm als vermutet

Radweg gesperrt

Der Eichenprozessionsspinner ist in Selm weiter verbreitet als zunächst angenommen. Am Dienstag riefen gleich mehrere Selmer bei der Stadt an und berichteten über weitere Nester der Raupe mit den gefährlichen Nesselhaaren. In einem Fall musste sogar ein Radweg gesperrt werden.

SELM

, 20.06.2017, 18:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mehr Prozessionsspinner in Selm als vermutet

Im Waldgebiet am Hermann-Löns-Weg, auf dem kleinen Bolzplatz kurz vor der Werner Straße sind rund 13 Nester des schädlichen Eichenprozessionsspinners entdeckt worden.

Nachdem wir über die Eichenprozessionsspinner am Bolzplatz im Zechenbusch berichteten, sind immer mehr Anrufe bei der Stadt Selm eingegangen. Denn Nester gibt es nicht nur, wie zuerst vermutet, am Zechenbusch und am Ternscher See, sondern auch in weiteren öffentlichen Bereichen und auf Privatgeländen.

So wurden die Eichenprozessionsspinner auch noch vermehrt im Selmer Freibad, am Strandweg und am Radweg an der Netteberger Straße gefunden. Auch die Eichen am Radweg an der Tüllinghofer Straße hat es getroffen – hier musste sogar der Radweg gesperrt werden.

Bekämpfung der Raupen dauert mindestens bis Mittwoch

„Eine Schädlingsbekämpfungsfirma aus Ascheberg versucht, allen Meldungen so schnell wie möglich nachzugehen und die Tiere zu beseitigen“, erklärte Malte Woesmann von der Stadt Selm. Ein besonders großer Befall, der für die Selmer eine Gefahr sein könne, habe natürlich Priorität. Dennoch werden die Bekämpfungsmaßnahmen noch mindestens bis Mittwoch andauern.

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Bei Raupenverdacht sollen Bürger sich direkt an die Stadtverwaltung unter (02592) 69125 wenden.

Deshalb ist der Eichenprozessionsspinner gefährlich
Im dritten Stadium ihrer Verwandlung in einen Nachtfalter haben diese Tierchen feine Nesselhaaren, die sie bei Stress oder Beunruhigung abwerfen. Diese Haare enthalten ein Eiweißgift, das beim Menschen starke Reizungen der Atemwege und der Haut verursachen kann. Insbesondere Allergiker und Menschen mit Asthma sind gefährdet. Bei entsprechenden Symptomen wird geraten, einen Arzt aufzusuchen. Wer einen Befall im heimischen Garten feststellt, sollte die Bekämpfung nicht selbst angehen, sondern einen Experten hinzuziehen.

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