Ministerin kam zur Eröffnung der Sekundarschule

Schulstart in Lüdinghausen

Der Start der Sekundarschule war ein schwieriger Balanceakt. Die prominenten Gäste inklusive NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann mussten darauf achten, die Geduld der Kinder nicht überzustrapazieren. Trotzdem war allen Redner offenbar wichtig, das Neue zu loben.

LÜDINGHAUSEN

, 13.08.2015, 06:41 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schulleiter Mathias Pellmann drückte deshalb von Anfang an auf´s Tempo. „Ich finde, die neue Schule sollte pünktlich an den Start gehen“, sagte er bei seiner Begrüßung – und verzichtete bewusst auf die sonst bei Großveranstaltungen übliche Karenzzeit.

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Nur kurz erinnerte Pellmann an den langen Prozess der Schulbildung. Wichtig waren ihm an diesem Morgen vor allem die 118 Kinder, die ihren Platz in der Geschichte der Sekundarschule bereits sicher haben: „Ihr seid an dieser Schule wichtig, jede und jeder Einzelne, so wie sie oder er ist.“ Wichtig war dem Schulleiter auch ein zweiter Aspekt. „Wir – also Haupt, Real- und Sekundarschule verstehen uns als Schulzentrum. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit.“

Grundstein für die Zukunft

Die Bedeutung der Schulgründung für die Stadt stellte Bürgermeister Richard Bormann heraus. „Heute wird ein neuer Grundstein für unsere Zukunft gelegt.“ Borgmann verhehlte aber nicht, dass die Entscheidung für die neue Schulform nicht leicht gefallen war. „Die Haupt- und Realschule haben hervorragende Arbeit geleistet“, so Borgmann unter dem Beifall der Gäste. Lüdinghausen habe sich aber neuen Entwicklungen nicht verschließen können.

„In den vergangenen vier Jahren sind im Regierungsbezirk 42 neue Schule gegründet worden. Davon waren 24 Sekundarschulen“, sagte Dr. Reinhard Klenke in seiner Rede. Die Gründe liegen für ihn auf der Hand. „Viele Eltern entscheiden sich für Ganztagsschulen und für Schulen, die den Weg länger offen lassen.“ Aus Sicht von Klenke war es deshalb wichtig, dass sich Lüdinghausen früh genug die Weichen gestellt hat. „Sonst entscheiden Nachbarkommunen.“ Den Schülern der Haupt- und Realschule sowie ihren Eltern sicherte der Regierungspräsident zu, dass beide Schulen weiter personell „gut ausgestattet werden“. Den Eltern der neuen Sekundarschule rief er zu, sich aktiv in den Aufbau einzubringen. Die ersten Schüler bezeichnete er als „Pioniere“.

Vorbildlicher Weg

Dass aus Sicht des Landes NRW die Entscheidung für die Sekundarschule richtig war, überrascht nicht wirklich. „Sie haben die Chance ergriffen“, sagte Schulministerin Sylvia Löhrmann. Den Lüdinghauser Weg von der Idee bis zum Beschluss bewertete die Ministerin abschließend als „vorbildlich“.

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