Mirja Boes in Selm: „Nicht den Kopf hängen lassen“

rnComedy

Mit den Honkey Donkeys und ihrem neuen Programm „Auf Wiedersehen! Hallo!“, kam Mirja Boes am Samstag nach Selm. Dabei gab es viel zu lachen. Aber auch einen traurigen Moment.

Selm

, 10.02.2020, 11:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Auf Wiedersehen! Hallo!“ lautet das neue Programm von Mirja Boes. Im vollen Bürgerhaus waren am Samstagabend Videobotschaften von Matze Knop, Atze Schröder, Horst Lichter, Ilka Bessin und weiteren Kollegen zu sehen. Aber was hat es mit dem „Auf Wiedersehen“ auf sich? Verabschiedet sich die Boes: ja oder nein?

Der würdelose Moment im Jahr 2018

Sie sagt es so: Ihr häufigster Abschied sei der von der eigenen Würde. „Wenn du dich erst einmal von deiner Würde verabschiedet hast, kannst du richtig befreit aufleben“, erklärte sie.

Ihr würdelosester Moment in den letzten zwei Jahren war in 2018. Sie war nicht bei der Verleihung des Deutschen Comedy-Preises, sondern im Krankenhaus. Bandscheibenvorfall, gleichzeitig Nierenbeckenentzündung. „Untenherum alles im Arsch“, wie sie sagte. Bei der Gelegenheit habe sie eine professionelle Darmreinigung bekommen. Anscheinend wusste kaum jemand im Publikum wie so etwas vor sich geht. Grund genug für Boes, den Vorgang mit allen Wirkungen und Nebenwirkungen ausführlich zu erläutern. Die Besucher johlten vor Lachen.

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Mirja Boes in Selm: Fotos vom Auftritt

Mit den Honkey Donkeys und ihrem neuen Programm „Auf Wiedersehen! Hallo!“, kam Mirja Boes am Samstag nach Selm. Dabei gab es viel zu lachen. Aber auch einen traurigen Moment. Hier sind die Bilder.
10.02.2020
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Powerfrau Mirja Boes und die Band „Honkkey Donkeys“ sorgten für Stimmung im Bürgerhaus.© Beate Dorn
Powerfrau Mirja Boes und die Band „Honkkey Donkeys“ sorgten für Stimmung im Bürgerhaus.© Beate Dorn
Powerfrau Mirja Boes und die Band „Honkkey Donkeys“ sorgten für Stimmung im Bürgerhaus.© Beate Dorn
Powerfrau Mirja Boes und die Band „Honkkey Donkeys“ sorgten für Stimmung im Bürgerhaus.© Beate Dorn
Powerfrau Mirja Boes und die Band „Honkkey Donkeys“ sorgten für Stimmung im Bürgerhaus.© Beate Dorn
Powerfrau Mirja Boes und die Band „Honkkey Donkeys“ sorgten für Stimmung im Bürgerhaus.© Beate Dorn
Powerfrau Mirja Boes und die Band „Honkkey Donkeys“ sorgten für Stimmung im Bürgerhaus.© Beate Dorn
Powerfrau Mirja Boes und die Band „Honkkey Donkeys“ sorgten für Stimmung im Bürgerhaus.© Beate Dorn
Powerfrau Mirja Boes und die Band „Honkkey Donkeys“ sorgten für Stimmung im Bürgerhaus.© Beate Dorn
Powerfrau Mirja Boes und die Band „Honkkey Donkeys“ sorgten für Stimmung im Bürgerhaus.© Beate Dorn
Powerfrau Mirja Boes und die Band „Honkkey Donkeys“ sorgten für Stimmung im Bürgerhaus.© Beate Dorn
Powerfrau Mirja Boes und die Band „Honkkey Donkeys“ sorgten für Stimmung im Bürgerhaus.© Beate Dorn

An dem Tag habe Boes einen großen Teil ihrer Menschenwürde abgegeben. „Aber kann mir das die gute Laune verhageln? Nein, ich bin ein Einhornpups mit Glitzer drauf“, stellte sie klar.

Honkey Donkeys performten Mirjas Mallorca-Hit

Verbale Gags über Kindererziehung, Aufräumen, Menstruation oder Männer wechselten sich bei ihrer Power-Performance mit musikalischen Einlagen ab. Gemeinsam mit den Honkey Donkeys heizte sie die Stimmung an.

Weil große Weltstars abgesagt hatten, traten die Musiker als Wildecker Herzbuben, Udo Lindenberg, Elvis Presley, Rammstein sowie Luciano Pavarotti auf und sangen Mirjas größten und einzigen Hit „Das sind nicht 20 Zentimeter, nie im Leben kleiner Peter“. Das kam beim Publikum besonders gut an.

Lobende Worte für Mirja Boes

In der Pause waren nur lobende Worte zu hören. „Unsere Erwartungen wurden voll erfüllt. Wir erleben hier einen kurzweiligen, unterhaltsamen Abend. Ihre Gestik, Mimik, es passt alles. Ich mag sie einfach“, so Maria Noisten, die sich gemeinsam mit ihrer Stammtischrunde köstlich amüsierte. Auch Hubertus Große-Holz fand`s lustig, obwohl Männer in einigen Passagen aufs Korn genommen wurden. „Das ist die Frau in dir, die da gelacht hat“, witzelte Agnes Preuter-Dulle im Hinblick auf die Aussage von Boes, dass Männer doch immer weiblicher werden. Immer wieder lobten die Besucher die Selbstironie und Spontanität der Künstlerin.

Beim Comeback nach der Pause ging es Schlag auf Schlag weiter. Boes erläuterte ihre „Löffelliste“. Eine Liste mit Dingen, die sie noch erledigen möchte, bevor sie den Löffel abgibt. Darauf fand sich auch der Punkt „Mit Delfinen schwimmen“. Allerdings strich sie diesen Punkt, aufgrund des unzumutbaren Sexuallebens der Tiere wieder. Langeweile hingegen fand sie interessant.

Enden mit einem Lachen

Liebevoll, witziges erzählte Boes auch über ihre Familie, insbesondere über ihren Vater. „Weil es die erste Tour ist, die ich machen muss, ohne dass mein Papa zugucken kann, habe ich ihm den letzten Song gewidmet. Er sitzt jetzt auf einer Wolke und summt“, sagte Boes. Während sie sang „Du würdest weinen, wenn ich nicht lach“, kämpfte Boes mit den Tränen. Den anschließenden, langanhaltenden Applaus genoss sie sichtlich.

„So gehen wir nicht auseinander. Das ist ein Comedy-Abend, das darf man nicht. Wenn Tränen in den Augen, dann vom Lachen“, sagte Boes. Man muss sich an die lustigen Momente erinnern. Im Schnelldurchlauf erzählte sie Anekdoten mit und über ihren Vater. Das Publikum bog sich wieder vor Lachen. Mit einem gemeinsam gesungenen „La, la, la“ endete der Abend mit bester Stimmung.

Bevor Boes sich Zeit für Ihre Fans nahm, Autogramme gab, Fanartikel verkaufte und gerne für Selfies lächelte mahnte sie. „Nicht den Kopf hängen lassen, das geht nicht.“

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