Modell des neuen Pfarrzentrums St. Josef präsentiert

Auf Selmer Weihnachtsmarkt

Das neue Pfarrzentrum St. Josef steht. Jedenfalls in Form von Modellen. Und die gab es auf dem Weihnachtsmarkt in der Selmer Altstadt zu sehen. Sie zeigen, wie es sich das Pfarrzentrum nach dem Abriss des Pfarrsaals mal darstellen soll. Doch eine weitere geplante Umbaumaßnahme zeigt das Modell nicht.

SELM

, 28.11.2016, 19:22 Uhr / Lesedauer: 2 min
Modell des neuen Pfarrzentrums St. Josef präsentiert

Auf dem Weihnachtsmarkt zeigte die Gemeinde mit Modellen, wie das Pfarrzentrum St. Josef mal aussehen soll.

Die Kirchengemeinde St. Ludger hatte am Alten Kirchplatz auf der Ludgeristraße einen Stand aufgebaut. Weiße Modelle zeigten zum einen das Pfarrzentrum, wie es sich nach dem Abriss des Pfarrsaals mal darstellen soll. Und zum anderen die Kapelle, die am Altenwohnhaus St. Josef, direkt gegenüber dem Kirchturm stand.

Jugendliche können Wünsche einbringen

Was die Modelle nicht zeigen: „Wir planen, am Kirchturm eine Kletteranlage zu errichten“, erzählte am Sonntag Claus Themann, leitender Pfarrer der katholischen Kirchengemeinde St. Ludger, auf Anfrage der Ruhr Nachrichten. Derzeit laufen die Gespräche, wie man so etwas realisieren könne. „Wir müssen sehen, was es braucht, um den Turm am Boden abzusichern.“ Jugendliche aus der Gemeinde haben Wünsche einbringen können, so Themann weiter.

Trotz dieses fehlenden Details interessierten sich viele für die Modelle: „Es gibt einige, die immer wieder stehen bleiben und sich das angucken. Auch Pfadfinder und Eltern. Teilweise sagen die Leute ,Wir freuen uns, wenn das mal wirklich gebaut ist.'“

120 Quadratmeter Saal

Real werden im Schatten des Kirchturms, der stehen bleibt, große Gruppenräume im Pfarrzentrum. „Man kann sie verbinden zum Saal, der dann 120 Quadratmeter groß ist“, führt der Pfarrer aus. Zudem gebe es zwei Gruppenräume von jeweils 30 Quadratmetern und eine große Küche. Toilettenanlage mit Behinderten-WC, Nebenräume und eine Garage für die Pfadfinder und die Materialien komplettieren das neue Zentrum.

Also: Die Planungen laufen ebenso wie die Abrissarbeiten des Pfarrsaals. Der Pfarrsaal ist Geschichte. Es stehen noch Kirchturm und Kirchraum. Da die Kirche bereits entweiht ist, muss die Gemeinde für den Gemeindeteil St. Josef improvisieren, was die Gottesdienste betrifft. Genutzt werden die alte Bücherei und das Pfarrhaus. „Für die Gottesdienste klappt das sehr gut. Wir haben eine kleine Kapelle mit einem Tabernakel aus dem alten Wohnhaus des Pfarrers errichtet.“ Mit zufriedenstellender Resonanz, wie Themann ausführt: „Dienstags und donnerstags sind zwischen fünf und 15 Besucher da. Der sogenannte Turmgottesdienst findet dann ebenfalls dort statt. „Dazu nutzen wir auch den Nebenraum, so dass 60 bis 70 Besucher reinkönnen.“

Ökumene läuft

Für die Wochenendgottesdienste darf die katholische Gemeinde die evangelische Kirche am Markt nutzen. „Auch da haben wir weiterhin unsere 60 bis 80 Gottesdienstbesucher. Es ist ein gutes Miteinander mit der evangelischen Kirchengemeinde.“ Zu Weihnachten werde voraussichtlich die Krippe aus St. Josef in der evangelischen Kirche stehen. „Sie wird verkleinert, hat aber immer noch gute sechs Quadratmeter.“

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