Der Streit ist noch nicht beigelegt: Am Klimanotstand scheiden sich in Selm die Geister

Klimaschutz

Das integrierte Klimaschutzkonzept für die Stadt Selm setzt seinen Weg durch die politischen Gremien erfolgreich fort. Ein anderer Klimavorstoß jedoch nicht.

Selm

, 04.10.2019, 11:53 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Streit ist noch nicht beigelegt: Am Klimanotstand scheiden sich in Selm die Geister

Mehr als 200 Teilnehmer hatte die Klimaschutz-Demo in Selm vor einigen Wochen. In der Politik findet sich nach wie vor keine Mehrheit für den Vorstoß, in Selm den Klimaschutz auszurufen. © Arndt Brede

Der Haupt- und Finanzausschuss hat am Dienstag, 1. Oktober, einstimmig dem integrierten Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzept für die Stadt Selm zugestimmt. Die dort enthaltenen Maßnahmen in insgesamt zehn Handlungsfeldern zeigen laut Verwaltung konkrete Ansätze, dem Klimawandel in Selm praxisorientiert und zielgerichtet entgegenzutreten und Klimaanpassungen vorzunehmen.

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Das eindeutige Abstimmungsergebnis war nach den bisherigen Abstimmungen in den Ausschüssen zu erwarten. Knapper laufen die Abstimmungen dagegen in Sachen Vorstoß von Insa Behrens, in Selm den Klimanotstand auszurufen. Im Haupt- und Finanzausschuss stimmten sechs Ausschussmitglieder - Bürgermeister Mario Löhr und je zwei Mitglieder der CDU- und der SPD-Fraktion sowie eins von Wir für Selm - gegen den Behrens-Vorstoß. Für ihn stimmten fünf Ausschussmitglieder: zwei von der SPD, drei von der UWG.

„Wir Alten müssen handeln“

Einzig Maria Lipke (UWG) wünschte das Wort in der Sitzung zu diesem Tagesordnungspunkt. Ihr Appell an die Ausschussmitglieder, sich „an die Seite der jungen Leute zu stellen“, fruchtete nichts. Auch nicht ihr Ausruf „Wir Alten müssen handeln.“

Der Rat hat am Donnerstag, 10. Oktober, in seiner Sitzung im Bürgerhaus (Beginn 17 Uhr) endgültig sowohl über das Klimaschutzkonzept, als auch über den Klimanotstand-Vorstoß zu entscheiden.

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