Neubau der HEM-Tankstelle in Selm: Baugrund bereitet Probleme

rnHEM-Tankstelle

Die riesigen Tanks für die neue HEM-Tankstelle am vierten Arm des Kreisverkehrs B236/Zeche-Hermann-Wall liegen schon bereit, ins Erdreich gelassen zu werden. Aber das Erdreich macht Probleme.

Selm

, 27.05.2020, 11:46 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der vierte Arm am Kreisverkehr B236/Zeche-Hermann-Wall am Mittwochvormittag, 27. Mai: Ein 100-Tonnen-Kran steht dort, wo mal die neue HEM-Tankstelle stehen soll. Wenige Meter weiter ruhen zwei riesige Stahltanks auf Tiefladern. Geplant ist für diesen Tag, dass der Kran die Tanks in eine große Grube einlässt. Doch beim Ausschachten hat sich ein Problem gezeigt: Wasser.

Auf der Baustelle für die HEM-Tankstelle laufen die Arbeiten zwar auf Hochtouren, aber mit leichter Zeitverzögerung.

Auf der Baustelle für die HEM-Tankstelle laufen die Arbeiten zwar auf Hochtouren, aber mit leichter Zeitverzögerung. © Arndt Brede

Genauer: „Wir haben hier einen sehr weichen und feuchten Boden“, berichtet Florian Brings von der Albrecht GmbH, die im Auftrag des Generalunternehmens Tokheim Service GmbH & Co. KG für die Tiefbauarbeiten zuständig ist.

Ohne die Spundwände würde Erdreich in die Grube nachsacken.

Ohne die Spundwände würde Erdreich in die Grube nachsacken. © Arndt Brede

Deshalb sei die Grube mit Spundwänden gesichert worden, die verhindern sollen, dass Erdreich nachrutscht. Stabilität für die Tanks sei wichtig, so Brings. Zusätzlich sei der Firma noch ein Baugerät kaputt gegangen, so dass die Arbeiten am Mittwoch etwas in Verzug geraten seien.

Jetzt lesen

So sind die Arbeiter am Mittwoch nun zugange, um die Grube für die Tanks weiter auszukoffern. Und selbst dem Laien wird beim Anblick des Bodens klar, was der Fachmann Brings mit sehr weich und feucht bezeichnet hatte.

Auch für Laien erkennbar: Der Baugrund der Grube ist feucht.

Auch für Laien erkennbar: Der Baugrund der Grube ist feucht. © Arndt Brede

Das Einlassen der Tanks, das eigentlich später am Tag vollzogen werden soll, bezeichnet Florian Brings als Meilenstein auf dem Weg, eine HEM-Tankstelle in Selm zu bauen. Grundsätzlich sei er optimistisch, dass der Bauzeitenplan eingehalten werden kann: „Das Wetter spielt dabei natürlich eine große Rolle. Und da sieht es momentan gut aus.“

Die riesigen Tanks liegen auf Tiefladern bereit.

Die riesigen Tanks liegen auf Tiefladern bereit. © Arndt Brede

Es gab aber andere Unwägbarkeiten, die den Bauzeitenplan hätten massiv gefährden können. Und die hängen mit der Corona-Krise zusammen. „Es hätte ja zum Beispiel bei der Firma Kammer, die die Tanks in Italien baut, eine Produktionsstopp geben können“, sagt Brings. Bei dem einen oder anderen Baustofflieferanten habe es einen Lieferstopp gegeben.

Vorsichtsmaßnahmen für die eigenen Mitarbeiter seien rechtzeitig getroffen worden, so dass auch die sanitären Anlagen auf der Baustelle etwas besser ausgestattet worden seien, berichtet Florian Brings. So dass die Arbeiten jetzt gut voranschreiten können.

Der Kran wartet darauf, die Tanks in die Erde einzulassen.

Der Kran wartet darauf, die Tanks in die Erde einzulassen. © Arndt Brede

Für den Generalunternehmer Tokheim hat Michael Schulz das Geschehen im Blick. Die Zeitverzögerung wegen der Beschaffenheit des Baugrundes könne passieren, sagt Oberbauleiter Schulz im Gespräch mit der Redaktion. Hätte man diese Probleme vorher erkennen können? Klare Antwort von Michael Schulz: „Nein.“ Dass Wasser in dem Bereich sein könne, habe die Firma im Vorfeld der Maßnahme erfahren. „Aber welche Schichten es in der Erde gibt, das sieht man erst, wenn man anfängt, auszukoffern.“

Der Ausfall des Baugeräts, wie es Florian Brings geschildert hat, und der nasse Boden der Baugrube haben letztendlich dazu geführt, dass die Tanks erst am frühen Donnerstag, 28. Mai, also einen Tag später als geplant, eingelassen werden können.

Oberbauleiter Michael Schulz (r.)  hat gut zu tun.

Oberbauleiter Michael Schulz (r.) hat gut zu tun. © Arndt Brede

Wie es weiter geht, wenn die Tanks eingelassen sind und die Grube verfüllt ist, skizziert Michael Schulz so: „In den nächsten Tagen werden die Dachfundamente gelegt.“ Auch das Fundament für das Gebäude werde gelegt. Wenn das alles vorbereitet sei, lege die Firma Tokheim alle Leitungen, unter anderem die von den Tanks zu den Zapfsäulen.

Jetzt lesen

Die Bedingungen auf der Baustelle, unter denen die Firmen ihre Arbeit vollziehen, seien optimal . Nun ist die Tankstelle ja auch der erste Baustein in der Überplanung der Gesamtfläche. LKW anderer Firmen für die weiteren Abschnitte mit Burger King und Wasch-, Saug- und Ladepark fahren die Baustelle noch nicht an.

Lesen Sie jetzt