So entstand die neue BMX-Strecke im Selmer Auenpark

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Seit Beginn der Ferien ist sie fertiggestellt: die neue BMX-Strecke im Selmer Auenpark. Für wen die Strecke geeignet ist und wie sie entstanden ist, klären wir hier.

von Thorsten Faust

Selm

, 12.08.2019, 12:13 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Im Auenpark ist seit Beginn der Ferien die BMX-Strecke fertiggestellt und seitdem kräftig befahren worden“, teilt Stadtsprecher Malte Woesmann mit. Der Projektkoordinator Rolf Suhre beauftragte für das Design die Firma Turbomatik aus Warstein, die sich auf den Bau solcher Strecken spezialisiert hat. Und auch Jugendliche hatten ein Wort mitzureden.

Grund für den Bau der Strecke waren Konflikte bei der Nutzung des neuen Skatparks. Soll heißen: dort fuhren neben Skatern auch BMX Fahrer. Den Radfahrern steht jetzt eine eigene Strecke zur Verfügung.

Freies WLAN und Videoüberwachung

„Wir haben den Jugendlichen des Jugendzentrums Sunshine bereits vor Baubeginn das Projekt präsentiert“, sagt Suhre. Und die hatten Verbesserungsvorschläge. Sie forderten freies Wlan und Videoüberwachung.

Dafür werden bis Ende des Jahres moderne Laternen installiert. Diese beinhalten Kameras und sind in der Lage ein Wlan-Signal auszusenden, so Malte Woesmann. Außerdem seien noch Mülltonnen und Sandsteine als Sitzmöglichkeit geplant.

Das Projekt ließe sich kostenneutral gestalten. Die Strecke bestehe aus Lehm, der aus dem Boden des Geländes komme. Man habe aus einigen hundert Kubikmetern die Strecke erbaut und so Entsorgungskosten gespart, die sonst für den Lehm angefallen wären, so Suhre.

Der Lehm habe gegenüber anderen Materialien Vorteile. „Wenn die Strecke irgendwann mal abgenutzt ist, können die Jugendlichen einfach die Schippe in die Hand nehmen und die Strecke neu gestalten“, sagt Rolf Suhre.

Flexibilität ist ein Anliegen der Planer

Auf 30 mal 80 Metern lässt sich eine bis zu 200 Meter lange Strecke befahren. Allerdings gibt es laut Suhre zahlreiche Wege, die Strecke zu befahren.

Ein Merkmal der Strecke ist also Flexibilität. Unterteilt ist die Strecke in zwei Abschnitte. Eine Dirtline und ein Pumptrack. Ein Pumptrack ist eine Mountainbikestrecke, die bewältigt werden kann, ohne in die Pedale zu treten.

So entstand die neue BMX-Strecke im Selmer Auenpark

Der Starthügel der Strecke sorgt für ordentlich Schwung. © Thorsten Faust

„Das ist ähnlich wie schaukeln“, sagt Suhre. Die Strecke besteht aus kleinen Wellen, die durch geschickte Körperverlagerung, für den nötigen Schwung sorgen soll, so Suhre. Die Dirtline hingegen verfügt über mehrere Sprunghügel.

Nur für Radfahrer

Diese Unterteilung bietet einerseits für versierte Fahrer eine Herausforderung und sorgt gleichzeitig auch bei Kindern für Spaß, so Suhre. Die Strecke ist jedoch nur für Radfahrer geeignet.

„Motorräder würden die Strecke nur zerstören“, sagt Suhre. Die schweren Fahrzeuge würden tiefe Fahrrinnen in den weichen Lehm treiben, befürchtet Rolf Suhre.

Die Stadt Selm weist zusätzlich auf den Unterschied zwischen Fertigstellung und Eröffnung hin: „Seitens der Stadt Selm wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die BMX-Strecke weder offiziell freigegeben noch offiziell eröffnet ist. Wir befinden uns weiterhin in der Bauphase und auf einer Baustelle. Die Nutzung der BMX-Strecke wurde bzw. wird bisher lediglich geduldet u.a. im Zuge der Abstimmung des Streckenprofils mit den Nutzern. Eine finale Fertigstellung und Abnahme der Strecke steht noch aus und erfolgt voraussichtlich erst nach Abschluss der Bauarbeiten insgesamt. Ein Betreten des Baustellenbereichs Auenpark und somit auch der BMX-Strecke geschieht weiterhin auf eigene Gefahr.“

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