Neue Kneipe für Bork steht in den Startlöchern

Gasthaus Dörlemann

Noch fehlt das leuchtende Schild mit dem Schriftzug „Gasthaus Dörlemann“ über der Eingangstür an der Hauptstraße in Selm-Bork. Sonst ist aber bereits alles da. Dank des beharrlichen Einsatzes zahlreicher Borker gibt es bald wieder eine Gaststätte im Borker Ortskern - der Eröffnungstermin steht fest.

BORK

, 10.03.2017, 17:56 Uhr / Lesedauer: 2 min
Neue Kneipe für Bork steht in den Startlöchern

Ein Prosit auf die neue Kneipe in Bork.

Am Freitag, 24. März, um 17 Uhr beginnt in der neuen Gaststätte "Gasthaus Dörlemann" in Bork der reguläre Betrieb. Einen Tag vorher sind die vielen Helfer und Sponsoren eingeladen. Die Tür zu Dörlemann steht aber schon jetzt täglich offen.

Zuvor ist noch viel zu tun

Gläser spülen, Geschirr einräumen, hinten im Saal die neue Trennwand streichen, vorne im Schankraum die Garderobe aufstellen. Und die Reling für den Tresen und der Handlauf an der Eingangstreppe muss auch noch jemand anbringen. Norbert Wesselmann und seine Mitstreiter von der Interessengemeinschaft Borker Bürger (IGBB) bekommen einen trockenen Mund, wenn sie aufzählen, was noch alles zu tun ist.

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Wie gut, dass die Zapfanlage schon funktioniert. Die Borker gönnen sich einen Schluck auf den Etappenerfolg: Von der Schließung von Alt Bork auf der anderen Straßenseite, der letzten Kneipe im Ortskern, bis zu diesem Tag ist noch kein Vierteljahr vergangen, „Das hat wirklich alles wunderbar geklappt“, sagt Wesselmann, der gewählte Sprecher der IGBB. „Weil der Zusammenhalt in Bork einfach klasse ist“, stimmt Maria Lipke zu und hebt das Glas. In der IGBB seien zwar nur zwölf Aktive, aber jeder davon sei noch in anderen Vereinen und kenne weitere, die mit anpackten.

Lehrer und Kneipenbetreiber 

„Ohne diese große Unterstützung hätte ich das auch nicht machen können“, sagt Erdal Macit. Der Vater von drei kleinen Kindern steht auf der anderen Seite des Tresens: am Zapfhahn. Professionelle Mitarbeiter im Service sind bereits gefunden, fangen aber erst Ende des Monats an. Macit selbst ist kein Wirt, sondern Lehrer. Und das will er auch bleiben. Aber einer müsse ja schließlich der Betreiber der neuen Gaststätte von Borkern für Borker sein – und für alle anderen ebenso, „zum Beispiel für die Fahrradtouristen auf der Römerroute“.

„Hier sind drei unterschiedliche Nutzungen gleichzeitig möglich“, sagt Wesselmann und stellt das Glas zurück auf den Tresen, den er und seine Kollegen selbst gebaut haben – „aus alten Borker Stalltüren, die mein Vater auf dem Dachboden verwahrt hatte“, erklärt Gregor Franzen. Die drei Nutzungen: Kneipengäste lassen sich vorn im gemütlichen Schankraum Getränke und kleine Speisen von der Borker Bäckerei Langhammer schmecken; im Saal dahinter können bis zu 60 Besucher Kaffee trinken, und ganz hinten im Schulungsraum lernen Flüchtlinge Deutsch.

Die Kneipe ist ein Traditionshaus

Bevor die vor mehr als 100 Jahren errichtete, einstige Traditionskneipe Dörlemann, eine von einmal 17 Gaststätten im Dorf, wieder Kneipe wird, war sie zuletzt Versammlungsraum des Flüchtlingshilfevereins Schicksalshelfer. „Wir treffen uns auch weiter“, sagt Erdal Macit. Nur dass alle anderen Borker Vereine jetzt hier ebenfalls ihren Treffpunkt haben können. Das Bier ist auf, die Arbeit geht weiter. Bis zum 23. März ist noch viel zu tun.

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