Neue Mietstufe bietet Chance auf mehr geförderten Wohnraum in Selm

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Drei von fünf Wohnhäusern auf dem Campus Selm sind bereits bezogen, wie die Wohnungsbaugenossenschaft (WBG) Lünen mitteilt. Gerne hätte man noch mehr Wohnungen öffentlich gefördert.

Selm

, 29.08.2020, 15:20 Uhr / Lesedauer: 1 min

Insgesamt 57 Wohnungen hat die Wohnungsbaugenossenschaft Lünen (WBG) am Campus Selm in fünf Häusern errichtet. 17 davon sind öffentlich gefördert, haben also auch günstigere Mieten. „Gerne hätten wir 50 Prozent der Wohnungen auf diese Weise angeboten“, sagt Rainer Heubrock, Vorstand der WBG. „Doch das war damals nicht machbar.“

Würde das Projekt heute geplant, wäre die öffentliche Finanzierung der Hälfte aller Wohnungen unproblematisch, denn laut Heubrock hat sich in der Zwischenzeit etwas Wesentliches geändert: „Selm hat mittlerweile nicht mehr Mietstufe 2, sondern Mietstufe 3.“

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Anhand der Mietstufe einer Kommune lässt sich die maximale Höhe der zuschussfähigen Miete berechnen - und damit auch die Höhe des Wohngeldes. Mietstufe 2 bedeutete für Selm, dass dieser Höchstbetrag für Miete und Belastung zwischen 351 Euro (bei einer Person im Haushalt) und 675 Euro (bei fünf Personen) liegen darf.

Erdwärme und Photovoltaik

Mit Mietstufe 3 steigen diese Beträge auf 390 bis 750 Euro - nach Heubrocks Einschätzung die entscheidende Marge, um auch geförderte Wohnungen wieder wirtschaftlich werden zu lassen. Zumindest in Selm und Umgebung, und hier will sich die WBG auch weiter engagieren. Und zwar nachhaltig: „Wir statten unsere Häuser mit Erdwärme und Photovoltaik aus.“ Auch das wirke sich natürlich auf den Preis aus. „Aber irgendeiner muss ja mal damit anfangen.“

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