Neue Pannen in der Selmer Kreisstraße

Wasser weg während Zahnarztbehandlung

Der durch Lieferprobleme verspätete Übergabeschacht für die Kreisstraße in Selm ist endlich eingebaut. Dafür floss mitten in einer Zahnarztbehandlung plötzlich kein Wasser mehr.

von Anna-Lena Siebert

Selm

, 28.11.2017, 05:42 Uhr / Lesedauer: 2 min
Am Mittwoch kam der Übergabeschacht in Selm an. Das Teil hatte die Bauarbeiten verzögert.

Am Mittwoch kam der Übergabeschacht in Selm an. Das Teil hatte die Bauarbeiten verzögert. © Siebert

Der heiß ersehnte Übergabeschacht für den zweiten Bauabschnitt, der an der Kreisstraße verbaut werden soll ist seit vergangenem Mittwoch endlich unter der Erde. Probleme mit den Papieren des Schwertransportes hatten das Teil in Hessen festgesetzt. Erst hatte die zuständige Firma der Stadt mitgeteilt, dass das Bauteil erst Anfang Dezember geliefert und eingebaut werden könne – also zwei Wochen später als geplant. Eingebuddelt wurde das frisch gelieferte Teil dann doch am Mittwoch.

Restarbeiten stehen an

„Bis morgen Abend soll auch das Loch verfüllt werden“, so Hendrik Terschluse, Projektleiter Tief-, Kanal- und Straßenbau bei der Firma Depenbrock. Dann stehen die Restarbeiten im Bauabschnitt Eins an. Der zweite Bauabschnitt soll zwei Wochen später in Angriff genommen werden. „Wenn wir nicht parallel arbeiten können, aber das hängt von unseren Personalkapazitäten ab“, erklärt Terschluse.

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Am Donnerstag, den 16. November, wurde in Teilen der Kreisstraße das Wasser abgestellt, um die Leitungen an die Hausanschlüsse umzulegen. Dies hatte Zahnärztin Cornelia Wolf mitten in der Behandlung überrascht. Um 9.45 Uhr war das Wasser weg. „Gott sei dank waren wir bei dem Patienten fast fertig, doch allen anderen Patienten bis 12 Uhr mussten wir absagen“, so die Zahnärztin.

Verärgerung



Viele zahntechnische Geräte funktionierten nur mit Wasser, es ginge ja nicht nur um das Mundausspülen. Um 11.20 Uhr sei dann wieder Wasser geflossen. Verärgert ist die Zahnärztin dennoch.

Gelsenwasser erklärt den Vorfall mit einem Notfall. Während der Kanalbauarbeiten sei am Vorabend aufgefallen, dass die Schelle – also Verbindung zweier Rohre – einer Trinkwasserleitung mit 40 Zentimeter Durchmesser beschädigt worden sei. Wasser strömte aus. An dem Abend sei es nicht mehr im Hellen zu reparieren gewesen, so Gelsenwassersprecherin Heidrun Becker.

Bis 19 Uhr hätte Gelsenwasser möglichst vielen anwesenden Haushalten Bescheid gesagt. Außerdem sei am Morgen ein Lautsprecherwagen gefahren. Wer abends nicht anwesend war, habe daher möglicherweise nichts mitbekommen.

„Wenn das nicht so schnell repariert worden wäre, hätte das nicht innerhalb von drei Stunden repariert werden können“, erklärt Gelsenwasser-Pressesprecherin Heidrun Becker. Das Rohr hätte vorher trockengelegt werden müssen, so sei man gerade rechtzeitig gewesen. „In der Regel kontaktieren wir Anwohner mindestens 24 Stunden vorher“, so Becker.

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