Neuer Ehrenamtstreff in Selm öffnet im Frühjahr

"Rat und Tat"

Aus der Gründung des Vereins „Ehrenamt Rat und Tat e. V.“ ist zwar noch nichts geworden. Dennoch ist Claus Themann, der Pfarrer der katholischen Gemeinde St. Ludger, zuversichtlich: „Im Laufe des Frühjahrs werden wir eröffnen können“ – einen sozialen Treffpunkt am Kirchplatz, der das bieten will, was er im Namen trägt.

SELM

, 23.01.2017, 07:16 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Verein will ehrenamtlich Rat und Tat bieten. Kaffee und Kuchen werde es auch geben, „auch wenn das nicht mehr die Hauptsache ist“. Zur Erinnerung: Im September hatten die Verantwortlichen des alten Cafés Ehrenamt die Notbremse gezogen und den beliebten Treff nach acht Jahren geschlossen.

Der Grund: finanzielle Probleme. Die Gesellschafter – neben der Pfarrei St. Ludger auch der Regionalverbund der katholischen Erwachsenenbildung und Familienbildung im Kreisdekanat Coesfeld – hatte zuvor mehrere Versuche unternommen, das Café anzukurbeln. 

Alle strittigen Punkte einvernehmlich geklärt

Die Umsätze verbesserten sich zwar etwas, aber das reichte nicht aus. Inzwischen ist die gemeinnützige Unternehmergesellschaft, die das Café betrieb, in der Abwicklung und der Verein, der den neuen Treff führen soll, im Aufbau.

Anfang der vergangenen Woche habe es noch wegen der Satzung Abstimmungsbedarf gegeben mit dem Finanzamt, so Claus Themann. „Deshalb haben wir den Termin für die Vereinsgründung auch ausfallen lassen.“ Jetzt seien alle strittigen Punkte einvernehmlich geklärt.

Verein ist auf Spenden angewiesen

Der künftige Verein ist für seine Arbeit auf Spenden angewiesen – zur Finanzierung der Angebote etwa. „Der Cafébetrieb muss sich aber selbst tragen“, so Themann. Und: „Die Mitgliedsbeiträge sollen klein sein“: nur ein symbolischer Betrag, der noch festzulegen sei.

„Ich freue mich schon sehr darauf, wenn der offene Begegnungstreff öffnet“, sagt Doris Krug, Leiterin der Familienbildungsstätte. Zurzeit würden sich die Ehrenamtlichen vom einstigen Café in den Räumen der Fabi an der Ludgeristraße treffen, „aber das ist nicht dasselbe“.

Wöchentliche Besuche von Seelsorgern

Eine Bildungseinrichtung habe nicht den Charme eines echten Ladenlokals. Der Treff sei ein wichtiges Element des Mehrgenerationenhauses, eines Bundesprojekts, das lokale Begegnungsorte fördert. „Vor allem Senioren sind gerne gekommen“ so Krug, „aber auch Gruppen junger Mütter und ein alleinerziehender Vater mit seinen Kindern“.

„Wir wollen keine Beratungsstelle sein“, so der Pfarrer. Es solle aber künftig mehr Beratung und Hilfe stattfinden, „etwa beim Ausfüllen von Formularen“. In dem Ladenlokal am Kirchplatz, das eine neue Fensterfront erhalten wird, seien künftig auch wöchentlich Seelsorger anzutreffen. Und eine Mitarbeiterin der Familienbildungsstätte, die die ehrenamtliche Arbeit koordiniert. Für weitere Ideen und Angebote sei der künftige Verein offen.

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