Nimmt der Männerring in Nettberge nun Frauen auf?

Satzungsänderung beantragt

Auf der Jahreshauptversammlung des Männerrings in Nettberge steht ein brisantes Thema auf der Tagesordnung: Neben Berichten, Wahlen und Vereinsaktivitäten soll unter Punkt 7 über die Aufnahme von Frauen in den Verein abgestimmt werden. Die Diskussion könnte spannend werden.

BORK

, 19.02.2016, 12:18 Uhr / Lesedauer: 1 min
Nimmt der Männerring in Nettberge nun Frauen auf?

Der Männerring Netteberge beim Strohballenlauf. Sie diskutieren nun über die Aufnahme von Frauen.

Männlich mussten die Mitglieder des Männerrings in Netteberge bisher sein. Das ist in Paragraf 4 der Vereinssatzung geregelt.

Zudem besagt die Passage unter dem Titel „Eintritt und Mitgliedschaft“, dass die Mitglieder in Netteberge geboren oder wohnhaft sein müssen.

Vorstand beantragt Satzungsänderung für Männerring

Letzteres solle auch so bleiben, erklärt Ferdinand Brüggemann, Vorsitzender des Männerrings, auf Anfrage. Überdies soll die Satzung aber auf Antrag des Vorstands so geändert werden, dass dem Männerring auch Frauen beitreten dürfen.

„Wir hoffen, dass wir Zustimmung finden“, führt Ferdinand Brüggemann weiter aus.

Frauen hatten Beitrittswunsch geäußert

„Wieder hochgekocht“ sei das Thema, wie Brüggemann sagt, auf zweierlei Weise: Zum einen seien Frauen an den Vorstand herangetreten und hätten den Wunsch geäußert, beitreten zu können.

Der Jungmännering Netteberge wurde 1957 gegründet, 1959 wurde das erste Runkelschützenfest gefeiert. Seit 1965 heißt der Verein nur noch Männerring und hat derzeit rund 125 Mitglieder.
Das Runkelschützenfest, ein Fußballturnier, die Sommernachtsparty, das Kindersommerfest, eine Pättkestour, das Osterfeuer und der Vatertagsausmarsch sind Veranstaltungen des Männerrings. maennerring.wordpress.com

„Die Damen sind mit dem Männering groß geworden, ihre Väter waren schon Mitglieder“, beschreibt der Vorsitzende. Zum anderen stammt Anne Dühlmann, Königin an der Seite von Sebastian Hohelüchter im Jahr 2014, aus Freckenhorst und gehört dem dortigen Schützenverein an.

Auch Schützenvereine nehmen bereits Frauen auf

Brüggemann verweist ebenso auf die Schützenvereine in Bork und Selm-Beifang, die ebenfalls Frauen aufnehmen. „So ähnlich“ solle es nun auch in Netteberge werden – allerdings ohne eigene Abteilung oder Untergruppe für Frauen. 

Überzeugungsarbeit habe man bisher leisten müssen – und das wohl auch am Freitag auf der Versammlung tun müssen, erklärt Brüggemann. Er gehe aber mit einem guten Gefühl in die Abstimmung. „Ich bin zuversichtlich“, sagt er.

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