Notunterkunft muss sich auf neue Abläufe einstellen

Zeltstadt für Flüchtlinge in Bork

Die Zeltstadt in Bork muss sich jetzt auf neue Abläufe einstellen: Bis Ende dieser Woche könnten 700 neue Flüchtlinge aus der Erstaufnahmeeinrichtung in Dortmund in die Notunterkunft kommen. Dafür werden seit Mittwoch Schlafplätze frei gemacht. Und wie so oft in solchen Fällen musste alles schnell gehen.

BORK

, 21.10.2015, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Notunterkunft muss sich auf neue Abläufe einstellen

Der Zeltstadt für Flüchtlinge auf dem LAFP-Gelände in Selm-Bork ist von vielen Bäumen umgeben.

„Wir sind vorbereitet“, sagte Hans-Jürgen Hecker, Sprecher des Deutschen Roten Kreuzes Westfalen, am Mittwoch auf Anfrage unserer Redaktion. Und: „Wir müssen aber auch ausprobieren, wie das Ganze funktioniert.“

Was kommt nun auf die Zeltstadt zu? Es könnte sein, dass sich die Fluktuation in den nächsten Wochen stark erhöht. Das heißt, dass mehr Menschen neu kommen und auch mehr Menschen nach kürzerer Zeit die Notunterkunft wieder verlassen.

In andere Unterkünfte gebracht

In dieser Woche ist das schon zu erkennen: Neben den Bussen, die die Flüchtlinge zur amtlichen Registrierung zum Flughafen Münster/Osnabrück nach Greven fahren und dann am selben Tag die Menschen zurück bringen, halten auch andere am Zeltlager. Sie bringen zahlreiche Asylbewerber dauerhaft in andere Einrichtungen - zum Teil zunächst in kleinere Gemeinschaftsunterkünfte irgendwo in NRW, wo die Menschen dann auf die Zuweisung zu einer Kommune warten.

Diese Woche nun muss die Borker Zeltstadt Hunderte Menschen aus der Erstaufnahmestelle in Dortmund aufnehmen. Hecker spricht von „größeren Personengruppen“, die die Bezirksregierung Arnsberg dem Roten Kreuz, das die Notunterkunft betreibt, am Dienstag angekündigt hatte

Aufnahme und Untersuchung

„Wir reagieren schnell“, so Hecker. Aber eine große Aufgabe ist es trotzdem: Eine interne Registrierung mit Aufnahme der Personalien macht das Rote Kreuz in Bork, dann folgt eine medizinische Untersuchung, die Ausstattung der Menschen mit dem Nötigsten (Hygiene-Paket, Bett) – das sind die Standards in einer Notunterkunft. „Das sind eingespielte Abläufe“, erklärte Hecker. Genügend Personal sei auch vor Ort.

Offen ist noch, wie es in der nächsten Zeit weiter geht. Die Menschen in Bork werden aber wohl demnächst nur noch wenige Tage im Zeltlager verweilen.

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