Ordnungsamt kontrolliert auf Zeche-Hermann-Wall

Geschwindigkeitsüberschreitungen

Seit der Eröffnung des Zeche-Hermann-Walls in Selm im vergangenen September beschweren sich immer wieder Anwohner über zu schnell fahrende Autos. Doch wie stark wird die Umgehungsstraße genutzt? Und wie schnell sind die Fahrer dort unterwegs? Mit Messkästen will das Ordnungsamt jetzt für Klarheit sorgen.

SELM

, 15.02.2016 / Lesedauer: 2 min
Ordnungsamt kontrolliert auf Zeche-Hermann-Wall

Dieser Kasten am Zeche-Hermann-Wall misst, wie viele Autos hier vorbei fahren. Da es drei dieser Kästen an der Umgebungsstraße gibt, kann auch die Geschwindigkeit der Autos festgestellt werden.

Kaum war der Zeche-Hermann-Wall (K44) im September vergangenen Jahres eröffnet, meldeten sich erboste Bürger und vor allem Anlieger beim Landrat. Ihr Vorwurf: Auf der neuen Umgehungsstraße wird viel zu schnell gefahren. Jetzt will es der Kreis genau wissen.

Am Donnerstag vergangener Woche haben Mitarbeiter an drei markanten Stellen Messgeräte aufgestellt. Welche Daten sie ermitteln können und wie lange sie dort bleiben, weiß Gerd Werminghaus vom Ordnungsamt der Stadt Selm. „Die Geräte ermitteln das Verkehrsaufkommen und außerdem die gefahrene Geschwindigkeit“, sagt Werminghaus.

Kurven lassen nur 50 km/h zu

Dabei gehe es dem Kreis allerdings vor allem darum, wie schnell die Fahrzeugführer unterwegs sein. Werminghaus räumt im Gespräch ein, dass der rund zwei Kilometer lange Zeche-Hermann-Wall durchaus den Charakter einer Straße im Außenbereich habe. „Die Kurven lassen allerdings nur die vorgeschriebene Geschwindigkeit von 50 km/h zu.“ Ob das die Verkehrsteilnehmer auch so sehen oder aber – wie die zahlreichen Kritiker behaupten – deutlich schneller fahren, soll jetzt ermittelt werden.

Lang gehegter Wunsch

Zeit zur Eingewöhnung hatten die Verkehrsteilnehmer jedenfalls schon mehr als genug. Die Umgehungsstraße ist Anfang September vergangenen Jahres eröffnet worden. Damit wurde ein lang gehegter Wunsch der Selmer erfüllt. Die Planungen reichen immerhin zurück bis in die 1980er Jahre. Die Kosten für die neue Umgehungsstraße beliefen sich auf rund 6,6 Millionen Euro, ein Großteil – rund 4,2 Millionen Euro – übernahm das Land. 

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