Martin Humpert vom Edeka in der Altstadt blickt gelassen auf die Ostereinkäufer

rnCoronavirus

Corona würfelt alles durcheinander, auch das Einkaufsverhalten der Selmer. Vor den Ostertagen erwartet der Einzelhandel zwar einen Run auf die Geschäfte - doch entspannt einkaufen ist möglich.

Selm

, 08.04.2020, 12:27 Uhr / Lesedauer: 2 min

Natürlich richten alle Einzelhändler den Appell an die Kunden, vor den Osterfeiertagen nicht auf den letzten Drücker einkaufen zu gehen, aber dass es Donnerstag und Samstag voll werden wird, lässt sich wohl nicht vermeiden.

Auf Horrorszenarien stellt sich Martin Humpert vom Edeka-Markt in Selm jedoch nicht ein. „Die Leute verteilen ihre Einkauf über die gesamte Woche“, ist er überzeugt.

„Man sieht schon langsam, wie sich die Woche entwickelt. Die Leute kommen peu à peu zum Einkaufen. Das ist alles schon gleichmäßig verteilt“, beschreibt Humpert das Geschehen in seinem Markt. „Ich denke daher nicht, dass es vor den Feiertagen zu einem großen Menschenauflauf kommen wird.“

Zeit besser einteilbar wegen Homeoffice

Denn eine gute Sache steckt auch in der Corona-Krise: Viele Menschen haben jetzt Zeit. „Viele sind im Homeoffice und können sich ihre Zeit freier einteilen als früher“, erklärt Humpert. Und das merkt er in seinem Geschäft. Statt wie früher nach Feierabend auf die Schnelle noch eben einzukaufen, kämen die Kunden jetzt über den ganzen Tag verteilt und ziehen langsam mit dem Einkaufswagen durch den Laden.

Jetzt lesen

Dennoch glaubt Humpert nicht, dass es am Donnerstag und Samstag nicht auch noch zu letzten Einkäufen kommen wird. „Am Samstag werden bestimmt noch Frischwaren aufgefüllt. Aber die ganzen Trockenwaren, die werden schon jetzt gekauft. Da passiert am Wochenende nicht mehr viel“, sagt Humpert und sieht dem langen Wochenende gelassen entgegen.

Und nicht nur bei Edeka in Selm setzt man auf das vernünftige Verhalten der Kunden, auch die Rewe Group, zu der auch Penny gehört, appelliert an die Kunden: „Für das bevorstehende Osterfest können sich die Menschen darauf verlassen, dass wir bei Rewe und Penny für Sie da sind und die Versorgung mit Lebensmitteln bestmöglich sicherstellen. Darauf bereiten wir uns sowohl im Vertrieb, im Einkauf als auch in der Logistik intensiv vor“, erklärte Lionel Souque, Vorstandsvorsitzender der REWE Group.

Schutz der Mitarbeiter hat Priorität

Allerdings: „Der Schutz unserer Mitarbeiter und Kunden hat für uns oberste Priorität. Wo der Kundenzulauf dies notwendig macht, beschränken wir den Zugang zu den Märkten“, teilt Kristina Schütz, Pressesprecherin der REWE Group, mit. Plakate informieren die Kunden über die jeweils in den Märkten gültigen Regelung. Die Zugangsbeschränkungen werden dann beispielsweise über Einlasskontrollen geregelt, oder durch die Anzahl der zur Verfügung stehenden Einkaufswagen bzw. -körbe.

Lesen Sie jetzt