Parkplätze für Pendler in Selm: Stadt will Fläche am Selmer Bahnhof kaufen

rnBahnhof Selm

Am Bahnhof Selm möchte die Stadt eine Stellplatzfläche kaufen. Für Bahnreisende und Pendler. Die Hoffnung, dass dadurch wesentlich mehr Parkplätze entstehen, erfüllt sich aber wohl nicht.

Selm, Bork

, 19.12.2019, 15:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Parken am Bahnhof: In Selm und auch in Bork ist das gar nicht so einfach. Zwar gibt es Parkplätze, jedoch ist die Zahl derer deutlich kleiner als die der Pendler, die diese Plätze täglich nutzen. Beschwerden dazu gab es bei der Stadt Selm zwar noch nicht, wie Sprecher Malte Woesmann auf Anfrage erklärt. Aber: Der Verwaltung ist das Problem durchaus bekannt, wie sich zuletzt im Hauptausschuss gezeigt hat.

Dort haben die Politiker über den geplanten Ankauf einer „Stellplatzfläche für Bahnreisende und Pendler“. Genau geht es um eine Fläche in der Größe von rund 1500 Quadratmetern am Bahnhof Selm, wie der Stadtsprecher im Nachgang der Sitzung auf Anfrage der Redaktion erklärte. Allerdings werden durch den Ankauf wahrscheinlich nicht bedeutend mehr Parkplätze entstehen. Denn: „Diese Fläche wird bereits als Parkraum genutzt und soll auch weiterhin so genutzt werden“, so Malte Woesmann.

Förderanträge für den Bahnhof in Bork sind gestellt

Auch an den Bahnhöfen in Bork und Selm-Beifang habe die Stadt schon „vor einiger Zeit“ Flächen zum Parken erworben. „In Bork soll die Entwicklung am Bahnhof, inklusive neuer Fahrradstellplätze, innerhalb des Integrierten Handlungskonzeptes eingebunden werden. Hierfür sind entsprechende Förderanträge gestellt“, erklärt Malte Woesmann. Auch für die geplante Entwicklung am Bahnhof Selm will die Stadtverwaltung Fördermittel beantragen.

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Das ist auch der Grund, warum sie zum genauen Zeitplan in beiden Fällen noch nichts sagen kann. „Die zeitliche Umsetzung in Bork und am Bahnhof Selm-Dorf ist abhängig von Fördermittelzugängen. Daher kann über die zeitliche Realisierung noch keine Aussage getroffen werden“, so der Stadtsprecher.

Stadt plant für Ankauf 86.000 Euro ein

In der Ausschusssitzung ging es jetzt erst mal um die Kosten, die für die Anschaffung der Fläche auf die Stadt zukommen: 86.000 Euro soll der Ankauf insgesamt kosten - im Haushalt stehen aktuell aber nur 40.000 Euro dafür zur Verfügung.

Die fehlenden 46.000 Euro sollen - so hat es der Ausschuss besprochen - durch wegfallende Investitionen aufgefangen werden. Auf der Liste der Verwaltung stehen hier die Mittel, die für einen Grunderwerb am Kirchring in Bork vorgesehen waren, jetzt aber nicht mehr benötigt werden (14.000 Euro) und die für den Kanalbau Am Haferkamp ebenfalls in Bork (32.000 Euro).

„Diese Maßnahme wurde mit dem Nachtrag 2020 im Haushaltsjahr 2021 neu veranschlagt“, heißt es zu diesem Posten in der Sitzungsvorlage des Ausschusses. Den abschließenden Beschluss zu diesem Thema fällt der Rat der Stadt Selm.

Zukunftspläne für Bahnhof Selm-Beifang

Für den Bahnhof in Selm-Beifang gibt es (wie berichtet) auch einige geplante Veränderungen. Vor allem für Radfahrer sollen diese positiv ausfallen: Hier soll wieder eine Radstation entstehen, wie Bürgermeister Mario Löhr und die Arbeiterwohlfahrt als Eigentümerin des Bahnhofsgebäudes es der Redaktion gegenüber bestätigt hatten.

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Wer genau der Käufer sein soll, ist zwar noch nicht bekannt, aber noch bis Ende des Jahres solle alles unter Dach und Fach sein, hieß es im Oktober. Die Radstation könne dann schon im April in Betrieb genommen werden, sagte Awo-Sprecher Sebastian Laaser damals. Und im Sommer könne dann, wenn alles glatt geht, auch das geplante Fahrradparkhaus den Betrieb aufnehmen. Vielleicht ein gutes Argument für Pendler, statt mit dem Auto mit den Rad zum Bahnhof zu fahren...

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