Pläne für Ternscher See jetzt öffentlich zu sehen

Stadt Selm wünscht Anregungen

Das Bauprojekt ist groß, aber auch nicht kritiklos: Die Städte Selm und Olfen planen in Zusammenarbeit mit dem Grafen vom Hagen Plettenberg, dem der Campingplatz gehört, den Ternscher See und anliegende Areale zu verändern. Nun sind die Pläne komplett zu sehen.

SELM

, 29.09.2016, 15:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Zwischen Kanal (nicht im Bild), Stever (links) und Ternscher See (rechts oben) soll sich einiges tun.

Zwischen Kanal (nicht im Bild), Stever (links) und Ternscher See (rechts oben) soll sich einiges tun.

Wasser-Wege-Stever heißt das gesamte Projekt des Strukturförderwettbewerbs Regionale 2016, an dem auch andere Anliegerkommunen des Flusses und der Kreis Coesfeld beteiligt ist. Für Selm ist das Teilprojekt Wasser-Zwischenräume relevant: Es bezieht sich auf den Raum zwischen dem Dortmund-Ems-Kanal und dem Lauf der Stever bis zum Ternscher See. Ziel des Projektes, das die höchste Förderstufe hat, ist eine ökologische Aufwertung und Entflechtung des Erholungsraums zwischen Ternscher See, Stever, Selmer Bach und Kanal.

Die beteiligten Träger haben einen Masterplan erstellt, der im Rahmen eines sogenannten informellen Planverfahrens läuft. Bestandteil dieses Verfahrens ist, Bürgern in diesem frühen Stadium die Möglichkeit zu geben, in die Original-Planunterlagen zu schauen. Sie haben auch die Möglichkeit, Anregungen und Ideen dazu vorzutragen.

"Ergänzende Bebauung"

Auf ihrer Internetseite hat die Stadtverwaltung nun den kompletten Plan veröffentlicht. Das fast 40 MB große PDF steht dort für alle zum Herunterladen zur Verfügung – mit allen Details auf 53 Seiten. Klar ist auch nach Aussagen der Verwaltungsspitze schon, dass nicht alles so kommt, wie es dort geschrieben steht. Eine Bebauung am Ufer, an der jetzt der Angelverein seinen Sitz hat, ist darin angedacht. Im Plan heißt es auf Seite 31: „Eine ergänzende Bebauung bei klar definierten Grenzen sollte eines der Hauptziele im Bereich des Ternscher Sees sein.“

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Planer Thomas Fenner, Geschäftsführer des beauftragten FSWLA Landschaftsarchitekturbüros, hat diese Ideen mehrfach in politischen Sitzungen und bei einer öffentlichen Infoveranstaltung in der Olfener Stadthalle erläutert. Es war aber auch schon Kritik laut geworden: Anhänger des einst beliebten und frei zugänglichen Nordufers wollen die Freiheit dort erhalten wissen, es gab schon eine Unterschriftenaktion und eine öffentliche Fraktionssitzung der Grünen aus dem Stadtrat zu diesem Thema. Luxus-Ferienwohnungen? Wollen sie hier eher nicht sehen.

Schwedenhäuschen und Safarizelte

Auch der Seepark Ternsche soll sich zu einem „Innovativen Feriendorf mit Erlebnisfläche am See“ entwickeln. Er gehört der gräflichen Familie vom Hagen Plettenberg, der darum auch Partner in diesem Regionale-Projekt ist. Schwedenhäuschen, Baumhäuser, Safarizelte – Stichworte aus dem Plan, die die Ideen dazu umschreiben. Auch ein Steg an einem Ufer des Sees, über den Wanderwege verlaufen sollen, sind im Plan auch schon visualisiert.

Die Pläne, die es online gibt, sind wie die Stadtverwaltung mitteilt ab nächste Woche im Amtshaus ausgelegt. Die Stadtverwaltung verstehe die Unterlagen als Ideensammlung von Maßnahmen sowie Entwicklungsschwerpunkten im Bereich des Ternscher Sees, heißt es in der Mitteilung dazu.

Zeit und Ort  
Ausgelegt sind die Pläne von Dienstag, 4. Oktober, bis Freitag, 25. November, während folgender Dienststunden (Feiertage ausgenommen): montags bis freitags, 8.30 bis 12.30 Uhr, montags und dienstags,14 bis 15.30 Uhr, und donnerstags von 14 bis 17 Uhr. Verwaltungsgebäude der Stadt Selm, Adenauerplatz 2, Amt für Stadtentwicklung und Bauen, Verwaltungsneubau, 4. Obergeschoss.

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