Plattdeutsches Lied feiert Uraufführung in Bork

Dat Pöggsken

Eine Uraufführung konnten die Besucher des Benefizkonzerts in der St.-Stephanus-Kirche in Selm-Bork erleben: Das Landespolizeiorchester hat das Wibbeltsche Gedicht "Dat Pöggsken" zum ersten Mal aufgeführt. Neben dem Konzertbericht haben wir aufgezeichnet, wie das klang.

BORK

, 26.01.2016, 15:04 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der MGV Union Bork und das Landespolizeiorchester gestalteten in St. Stephanus ein gemeinsames Konzert.

Der MGV Union Bork und das Landespolizeiorchester gestalteten in St. Stephanus ein gemeinsames Konzert.

Mit seinen Bläsern und Trommeln füllte das Landespolizeiorchester (LPO) den gesamten Bereich vor und hinter dem Altar Stufen aus. Als dann noch der MGV Union Bork auftrat und sich vor die Musiker stellte, war der Kontakt zu den ersten Besucherreihen zum Greifen nahe. Warum die vielen Besucher zu diesem Konzert in die Kirche strömten?

Wohl, um das gewohnt gute LPO wieder einmal spielen zu hören. Aber sicher auch aus Neugierde auf das ganz besondere Stück, das im Konzert eine Premiere erlebte: „Dat Pöggsken“, das bekannte Gedicht von August Wibbelt, vertonte Chefdirigent Scott Lawton erstmals.

Keine Minute dauerte das Stück. „Es ist zu kurz, darum wiederholen wir es noch einmal“, sagte Lawton und stimmte es gleich ein zweites Mal an. Lawton, die Sänger und die Besucher hatten großen Spaß an diesem Vortrag. Herrlich erfrischend, spritzig, mit kurzen, prägnanten Tönen und lautmalerisch typisch getroffen, hatte Lawton ein kleines Werk geschaffen, das gut und gerne ins Allgemeingut übergehen könnte. Alle Rechte dafür liegen in jedem Fall bei Scott Lawton.

So klingt "Dat Pöggsken" vom LPO:

Dat Pöggsken von August Wibbelt
Pöggsken sitt in'n Sunnenschien,
O, wat is dat Pöggsken fien
Met de gröne Bücks!
Pöggsken denkt an nicks.
Kümp de witte Gausemann,
Hät so raude Stiewweln an,
Mäck en graut Gesnater,
Hu, wat fix
Springt dat Pöggsken met de Bücks,
Met de schöne gröne Bücks,
Met de Bücks in't Water!

Das wurde außerdem gespielt:

Die Meistersinger von Richard Wagner und die Orgelsinfonie von Camille Saint-Saens waren weitere Höhepunkte im Konzert. Der MGV Union begeisterte mit seinen Vorträgen „An der schönen blauen Donau“, „Landerkennung“ von Edvard Grieg und dem Gefangenenchor aus Nabucco von Guiseppe Verdi.

Feierlich erklang der letzte Beitrag „Klänge der Freude“, die Hymne „Land of Hope and Glory“ von Edward Elger. Mit einem schwungvollen „In the mood“ verabschiedete sich das Orchester. Die Besucher dankten mit einem lang anhaltenden Applaus.  

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