Poco plant neues Flaggschiff in Lüdinghausen

Möbel- und Einrichtungsmarkt

Lüdinghausen soll neuer Standort des Einrichtungsdiscounters Poco werden - und gleichzeitig wird das Gebäude das Flaggschiff der gesamten Poco-Gruppe. Im Spätsommer eröffnet das Geschäft im renovierten Rathmer-Haus und -Lager, 14 bis 15 Millionen wurden dafür investiert. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

LÜDINGHAUSEN

, 13.03.2017, 18:32 Uhr / Lesedauer: 2 min
Poco plant neues Flaggschiff in Lüdinghausen

Eckard Rathmer (M.) übergibt den einst von Bürgermeister Richard Borgmann überreichten Schlüssel an Poco-Vertriebsleiter Bernd Jost (l.).

Was plant Poco konkret in Lüdinghausen?

„Im Herbst 2016 haben wir in Bremen ein qualitativ besonders hochwertiges Konzepthaus eröffnet. Lüdinghausen wird das noch mal toppen“, sagte am Montag Poco-Pressesprecher Thomas Horschler. Er versprach eine Wertigkeit wie in einem traditionsreichen Möbelhaus. In Lüdinghausen will Poco Möbel anbieten, die es in der Qualität in Bergkamen nicht gibt.

 

Hat Poco in Lüdinghausen Fachverkäufer wie ein traditionelles Möbelhaus?

Vertriebsleiter Bernd Jost sagte am Montag dazu, dass Poco 30 der 50 Rathmer-Beschäftigten („alle, die es wollten“) übernommen hat. Dazu kommen Mitarbeiter aus anderen Poco-Häusern sowie neue Kräfte. Insgesamt plant das Unternehmen mit 70 Mitarbeitern am Standort Lüdinghausen. Alle werden in der firmeneigenen Akademie in Dortmund geschult.

 

Wie viele Kunden erwartet Poco künftig am neuen Standort?

Der Möbeldiscounter geht von 2000 Besuchern am Tag aus. An den Eröffnungstagen sollen es noch viel mehr sein. Weil der Ansturm ohnehin bei Poco-Eröffnungen sehr groß ist, verzichtet das Unternehmen grundsätzlich auf den Besuch der Werbeikone Daniela Katzenberger. "Rathmer hatte übrigens 'nur' rund 500 bis 700 Besucher am Tag“, sagte Eckard Rathmer.

 

Ist das der Grund, warum sich Eckard Rathmer zum Verkauf des traditionsreichen Möbelhauses entschieden hat?

„Die Großflächen um uns herum werden immer größer“, sagte am Montag auf Anfrage Eckard Rathmer. Das Rathmer-Haus an der Ascheberger Straße sei deshalb auf Sicht zu klein für ein Vollsortiment, jedoch zu groß für einen Spezialisten (Küchen, Polstermöbel).

Welche Bereiche umfasst das Geschäft zwischen Poco und Rathmer?

Eckard Rathmer hat den kompletten Immobilienbesitz verkauft, also neben dem Möbelgeschäft an der Ascheberger Straße 30 auch das Lager an der Selmer Straße 27.

 

Was wird aus dem Euronics und dem Bistro Pottkieker?

Der Pottkieker bleibt am angestammten Platz in dem Gebäude. Hier laufen bereits einige Umbauarbeiten. Noch nicht final entschieden ist, ob der Euronics bleibt wo er derzeit ist. Poco-Vertriebsleiter Bernd Jost sprach von verschiedenen Überlegungen. Es sei aber auf jeden Fall sicher, dass Euronics in dem Gebäude bleibe.

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Welche Pläne setzt Poco bei den Arbeiten an der Ascheberger Straße um?

Eine ganze Reihe von Detailfragen sind noch nicht geklärt. So gibt es Überlegungen, die große Treppe zu verlegen. Auch die künftige Farbe der Außenfassade steht noch nicht fest. Poco-Vertriebsleiter Bernd Jost hofft, dass das Unternehmen eine Genehmigung für das traditionelle Poco-Gelb bekommt. Sicher ist hingegen, dass Poco alle drei Etagen nutzen wird. Deshalb laufen die Abrissarbeiten auf Hochtouren. Die Gesamtkosten für den Kauf der Immobilien und den Umbau schätzt das Unternehmen auf „14 bis 15 Millionen Euro“.

 

Was wird eigentlich aus dem Rathmer-Lager an der Selmer Straße?

„Das Lager bleibt Lager“, betont Bernd Jost. Der künftige Marktleiter Akgün Bayram plant aber auch ein kleineres Lager im Möbelhaus, „damit die Kunden beispielsweise für eine kleine Vitrine nicht extra zum Lager fahren müssen.“ Poco will zudem die Kundenreaktionen abwarten. Wenn sich viele ein Lager direkt neben dem Möbelhaus wünschen, will Poco hier neu bauen.

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