Polizeinachwuchs probt für den Ernstfall

Internationaler Besuch

Sie kamen aus Lettland, Litauen, sogar aus Südkorea: Internationale Polizeivertreter haben am Donnerstag beim ersten internationalen Tag der Polizeiausbildung erlebt, was den Nachwuchs in Nordrhein-Westfalen künftig im Arbeitsalltag erwarten wird. Es ging um Unfälle und andere Gefahren - nachgestellt in realistischen Szenarien. Im Video sehen Sie, wie Einsatzkräfte eine "Geiselnahme" beenden.

SELM

, 09.04.2015, 18:13 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der mit einem Messer bewaffnete Geiselnehmer wird festgenommen und nach weiteren Waffen durchsucht.

Der mit einem Messer bewaffnete Geiselnehmer wird festgenommen und nach weiteren Waffen durchsucht.

Internationale Polizeivertreter erlebten am Donnerstag, wie in Nordrhein-Westfalen Polizeiausbildung funktioniert. Rund 100 Gäste aus acht Nationen – darunter auch Gäste aus Südkorea, Litauen und Lettland – ließen sich von Studenten des Landesamtes für Aus-, Fortbildung und Personalentwicklung (LAFP) NRW in Bork unter anderem vorführen, wie die Unfallaufnahme nach einem Verkehrsunfall läuft, was bei einer Geiselnahme zu beachten ist und welche Gefahren auch auf Polizisten zukommen können, wenn ein Feuer zu löschen ist.

Weitere Zusammenarbeit möglich

Dazu hatte das Polizei-Dezernat für nationale und internationale Zusammenarbeit gemeinsam mit den Fachabteilungen Szenarien entwickelt, die zum einen eindrucksvoll die Ausbildung dokumentierten, zum anderen sehr realistisch darstellten, welche Anforderungen der Alltag an die zukünftigen Polizeibeamten stellen kann.

Aus diesem ersten internationalen Tag der polizeilichen Bildung am LAFP Bork könnte bald schon eine weitere Zusammenarbeit zwischen den internationalen Polizeibehörden wachsen. Heike Schultz, Leiterin des Dezernats für nationale und internationale Zusammenarbeit, erklärte gegenüber der Redaktion: „Dieser Tag dient dazu, Ideen auszutauschen, sich gegenseitig Anregungen zu geben.“ Eventuell könne ein solcher Tag künftig auch an anderen Standorten laufen.

Austauschstudenten 

Die Polizeivertreter kamen aus Belgien, den Niederlanden, der Schweiz, aus Lettland, Litauen, Ungarn und Deutschland. Auch Austauschstudenten aus Südkorea nahmen am Polizeitag teil.

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Polizeinachwuchs probt für den Ernstfall

Internationale Polizeivertreter haben am Donnerstag erlebt, wie in Nordrhein-Westfalen Polizeiausbildung funktioniert. Wir waren beim internationalen Tag der polizeilichen Bildung am Landesamt für Aus-, Fortbildung und Personalentwicklung in Bork mit der Kamera dabei.
09.04.2015
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Die Studenten übten mit einer Puppe, einen Menschen aus einem brennenden Auto herauszuholen.© Foto: Arndt Brede
Ganz schön heiß, wenn man in Uniform einen Brand löschen soll.© Foto: Arndt Brede
Auf Befehl stürmt das Sonderkommando auf den Täter.© Foto: Canan Kizilgöz
Der mit einem Messer bewaffnete Geiselnehmer wird festgenommen und nach weiteren Waffen durchsucht.© Foto: Canan Kizilgöz
Keine Sorge: Die Einsatzuniform ist feuerfest.© Foto: Arndt Brede
Die Führung des LAFP stellt einen internationalen Informationsaustausch dar und Kollegen knüpfen neue Kontakte.© Foto: Canan Kizilgöz
Ein Einsatzwagen fährt sofort vor, um Verletze zu versorgen. Auch daran muss die Polizei denken.© Foto: Canan Kizilgöz
Eindrücke vom Unfallort sichern die Polizisten auch mit der Kamera.© Foto: Canan Kizilgöz
Nicht nur das Fahrrad ist schrottreif. Auch der Fahrradfahrer wäre schwer verletzt oder tot. Natürlich benutzen die Polizisten einen Dummy.© Foto: Canan Kizilgöz
Mit einem Anlauf von 100 Metern rast das Auto auf das Fahrrad zu. Mit rauchenden und quietschenden Reifen schleudert er den Dummy in die Luft.© Foto: Canan Kizilgöz
Das Sonderkommando überblickt zunächst die Lage.© Foto: Canan Kizilgöz
Die Polizisten fahren das Auto und das Fahrrad weg, um den Unfallhergang nachvollziehen und Spuren sicherstellen zu können.© Foto: Canan Kizilgöz
Auch das gehört zur Polizeiarbeit dazu: Spurensicherung nach einem Autoaufbruch.© Foto: Arndt Brede
Alle sehen gespannt auf das rasende Auto. Gleich gibt es einen Crash.© Foto: Canan Kizilgöz
Die einzelnen Schritte und Techniken der Polizei werden bereitwillig erläutert.© Foto: Canan Kizilgöz
Uwe Thieme, Leitender Polizeidirektor, bekräftigte gegenüber den Medienvertretern, wie wichtig es ist, die angehenden Polizisten gut auszubilden.© Foto: Arndt Brede
Die Teilnehmer der Führung des LAFP Bork mit internationalen Gästen aus Korea und Belgien© Foto: Canan Kizilgöz
Der Kreis mit dem X markiert ein Rad des Fahrrades. So zeichnen die Polizeianwärter die Unfallgegenstände auf.© Foto: Canan Kizilgöz
Nicht nur die Presse sondern auch die internationalen Gäste halten ihre Eindrücke auf Kamera fest, um sie nachher in Ruhe zu analysieren.© Foto: Canan Kizilgöz
Die Studenten bekommen nach jeder Übung ein Feedback.© Foto: Canan Kizilgöz
Im Team lernen und unterstützen sich die Studenten bei der Rekonstruktion des Unfalls.© Foto: Canan Kizilgöz
Die Kollegen aus Belgien tauschen sich über Techniken zur Überwältigung von Personen aus.© Foto: Canan Kizilgöz
Die Vorführungen machen den Gästen sichtlich Spaß. Es herrschen rege Diskussionen über verschiedenen Arbeitsweisen.© Foto: Canan Kizilgöz
Die Übungen müssen jedes mal neu koordiniert werden, um einen reibungslosen Durchlauf sichern zu können.© Foto: Canan Kizilgöz
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