Positive Signale zu zusätzlichen Verbindungen auf der Streche Dortmund - Enschede

Zugverbindung

Eine schnellere Buslinie von Olfen nach Münster und nun vielleicht auch zusätzliche Verbindungen auf der Bahnstrecke von Dortmund nach Enschede. Die Zeichen dafür stehen gut.

09.02.2019, 06:06 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auf zwei Ebenen tut sich gerade eine Menge. Der Zweckverband Münsterland (ZVM) plant eine superschnelle Buslinie von Olfen über Lüdinghausen und Senden nach Münster. Und auch auf der Bahnstrecke von Dortmund über Lüdinghausen nach Enschede könnte sich was tun. Christoph Almering, Geschäftsführer des deutsch-niederländischen Zweckverbands Euregio, hat Lüdinghausens Bürgermeister Richard Borgmann nun in einem Schreiben mitgeteilt, dass der Quick-Scan-Bericht zur Zugstrecke Dortmund-Enschede bislang noch nicht vorliegt. Die Ergebnisse würden aber zeitnah im Februar erwartet. Mithilfe der Quick-Scan-Studie soll untersucht werden, welche Maßnahmen auf der Linie nötig und welche Alternativen möglich sind, um eine bessere Taktung zu erzielen.

Klares Zeichen

Gleichzeitig wies Almering darauf hin, dass der Verband weiterhin entschlossen für die Verbesserung der Verbindung, insbesondere bezüglich der Taktung, eintreten möchte. Des Weiteren soll eine konkrete Untersuchung der technischen Umsetzungsmöglichkeiten auf den Strecken im Euregio-Gebiet durchgeführt werden. Hierzu muss allerdings noch ein Förderantrag gestellt werden. In diese Forschungsphase soll sowohl die Verbindung Münster-Zwolle als auch Dortmund-Lüdinghausen-Enschede einbezogen werden. Borgmann freute sich über das klare Zeichen seitens der Euregio für die Weiterverfolgung des für die Region so wichtigen Themas.

Dass das Thema der öffentlichen Nahmobilität den Bürgerinnen und Bürgern am Herzen liegt, zeigt die Mail eines Selmers, der der Stadt Lüdinghausen ausdrücklich dafür dankt, dass sie sich besonders für den öffentlichen Personenverkehr einsetzt. Die Forderung nach einem Halbstundentakt auf der Strecke Dortmund-Lüdinghausen-Enschede sei überfällig. Der Selmer Bürger weist darauf hin, dass in anderen Regionen deutlich bessere Taktdichten für weniger Reisende bestehen. Die Verbindung vom Münsterland in den Ballungsraum des Ruhrgebiets sei „erst recht dringend aufwertungswürdig“. Borgmann schließt sich diesen Gedanken an und betont nochmals, dass eine Verbesserung der Verbindung sowohl den Bürgerinnen und Bürgern zugutekommt, als auch den Unternehmen und dem Tourismus. Ganz zu schweigen von der positiven Auswirkung auf unsere Umwelt. Während die Taktänderung noch längst nicht entschieden ist, soll der superschnelle Bus auf jeden Fall kommen. Bei der Vorstellung des Projektes in dieser Woche in Münster kündigte der Zweckverband einen Start im Sommer 2020 an. Der neue Bus fährt parallel zum Schnellbus, steuert aber weniger Haltestellen an.

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