Rattenplage an der Bismarckstraße

Anwohner schlagen Alarm

Seinen Garten betritt Peter Köppler nur noch im Notfall. "Sonst laufen sie einem direkt über die Füße." Sie - das sind die Ratten, die sich rund um Köpplers Haus an der Bismarckstraße angesiedelt haben. "Die komplette Nachbarschaft ist betroffen."

SELM

von Von Anne Petersohn

, 04.09.2012, 18:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
Peter Köppler hat eine Falle in seinem Garten installiert, um gegen die Rattenplage anzukommen. Geholfen hat es bisher nicht: "Draußen kann man sich nicht mehr frei bewegen."

Peter Köppler hat eine Falle in seinem Garten installiert, um gegen die Rattenplage anzukommen. Geholfen hat es bisher nicht: "Draußen kann man sich nicht mehr frei bewegen."

 Gemeinsam mit seinen Nachbarn hat Köppler deshalb die Stadtverwaltung auf das Problem aufmerksam gemacht. „Wir haben angerufen – mehrfach.“ Bisher sei nichts passiert – und das, obwohl die Stadt dringend handeln müsse. „Jeder Tag zählt.“ Die Ratten kämen aus der Kanalisation, da ist Peter Köppler sicher. „Da dürfen wir nicht einfach Gift auslegen.“ Stattdessen sei die Verwaltung gefordert, ein wirksames Mittel gegen die Schädlinge zu verbreiten – allein wegen des Kindergartens in der direkten Umgebung.  Vorerst bleibt den Nachbarn nur, sich selbst zu helfen. Peter Köppler hat eine mechanische Rattenfalle in seinem Garten ausgelegt. Einige Nager hat er mit dem Spaten erschlagen. Doch das sei kein Dauerzustand, sagt der Rentner – eine Auffassung, die Heinz Kranemann vom Ordnungsamt unterstützt.

 Nach Kranemanns Aussagen waren Stadtwerke-Mitarbeiter bereits vor Ort gewesen, um Gift in der Kanalisation auszulegen. „Wir haben sofort auf die Beschwerdeanrufe reagiert.“ Sollten einzelne Stellen vergessen worden sein, so könne es sich nur um ein Versehen handeln. Zur Sicherheit habe man noch einmal einen Ortstermin vereinbart.

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